Fünf Sammlerautos, die Sie diese Woche in die Garage fahren können

Die Market Finds dieser Woche scheinen willkürlich ausgewählt, doch verbindet sie so manches Detail. Von diskreten Motor-Upgrades über exklusive Farben und limitierte Seriennummern bis zu skurrilen Designs bieten sie mehr, als das Auge zunächst wahrnimmt...

Wespennest unter der Haube

Dieser Aston ist ein verkapptes Hochleistungsmodell. Nachdem das 1956 an einen Händler im französischen Montbéliard gelieferte Auto zwei Mal mit Motorschaden zurück ins Werk nach England musste, erhielt der Aston Martin DB2/4 einen von Tadek Marek entwickelten 3,7-Liter-Motor aus den späteren DB4-Modellen mit 60 zusätzlichen Brems-PS. Und dazu eine geänderte Übersetzung samt eines ebenfalls vom DB4 bekannten David Brown-Vierganggetriebes. Zum kräftigen Herz kommt ein in zwei Grüntönen lackierter Body: Dachpartie in Seagreen über einem Unterbau in Deep Carriage Green. 

Kalifornische Königin

Dieses Volkswagen Karmann Ghia Cabriolet in der Farbe Sea Blue wurde 1961 neu nach Kalifornien exportiert, wo es auch bis zuletzt seine Zeit verbrachte. Der 34 PS starke Volkswagen war seit dem ersten Tag immer in einer Familie und wurde dort vom Vater über die Ehefrau bis zur Tochter weitergereicht. Bis heute trägt er die originalen „Black Plate“-Nummernschilder aus dem „Golden State“, dazu ein weißes Verdeck und amerikanische Rückleuchten und vordere Blinker. 35.000 Kilometer sind für einen Käfer-Motor nichts Besonderes, doch ehe dieser Karmann eine neue sonnenhungrige Familie findet, muss er erst einmal aufgefrischt werden – ein Restaurations-Objekt. 

Hommage an den Le Mans-Sieg 

Schon der McLaren 650S ist für sich betrachtet ein phantastisches Modell, doch toppt die Le Mans-Version nochmal alles. Schon die Außenfarbe Sarthe Grey verrät den Sonderstatus, denn als Referenz an den siegreichen F1 GTR vom Rennen des Jahres 1995 wurden nur die 50 Le Mans-Varianten in diesem Farbton lackiert. Das hier offerierte und nur 732 Kilometer gelaufene Modell trägt die ebenfalls obligatorischen Le Mans Edition-Leichtmetallfelgen und die vom Rennwagen inspirierten Sitze. Doch erst Extras wie ein Sportauspuff und ein Le Mans-Exterieurpaket machen diesen 650 S zum wahren Hingucker. 

Blau gefärbter Rotschopf 

Färbt ein Rotschopf seine Haare blau, sind ihm sofortige Coolness-Bonuspunkte sicher. So verhält es sich auch mit diesem 1991 gebauten Blu Scuro Ferrari Testarossa. Nehmen Sie die Tatsache dazu, dass dies vermutlich nur einer von fünf in dieser Farbe lackierten TRs ist, und der Exklusivitätsgrad steigt nochmals weiter. Zumal der Wagen nur drei Vorbesitzer hatte und nicht mehr als 27.000 Kilometer gelaufen ist. Da wird mancher sonst eher kühle Sammler vor Begeisterung ganz rot. 

Design-Mischmasch

Dieser 1988 vom Karosseriebauer Car System entworfene, aber dann bis 1991 von Gruau in kaum mehr als 600 Exemplaren gebaute Renault Super 5 Belle Ile ist weniger eine Schönheit als eine Art Frankenstein. Teils Cabrio, teils Pick-up, teils Hatchback – der weitgehend in Handarbeit umgestaltete Franzose ist ein Mix aus verschiedenen Design-Versatzstücken. Immerhin attraktiv genug für Bentley-Werksfahrer Antoine Leclerc, der dieses Modell einige Jahre lang besaß. Obwohl keine Schönheit, zaubert solch ein Belle Isle beim ersten Augenkontakt ein Lächeln ins Gesicht. Und den Wunsch, damit mal eben zum nächsten Strand oder Dirt Track zu flüchten. 

Fotos: Nicholas Mee And Company Ltd / ChromeCars / Tom Hartley Jnr / DK Engineering / Boule

Der Classic Driver Markt bietet Tausende von klassischen und für Sammler interessante Autos zum Verkauf; täglich kommen neue Angebote hinzu. Sie finden auch eine Auswahl an klassischen Motorrädern sowie YachtenUhrenSammlerstücken und sogar Luxusimmobilienzum Verkauf.