Auf diese automobilen Juwelen würden wir bei Aguttes bieten

Aguttes Spring Sale vom 21. März lockt neben dem bereits von uns vorgestelltem Peugeot 205 T 16 Ex-Jean Todt mit weiteren attraktiven Lots – darunter diesen fünf potentiellen Publikumslieblingen…

Frankfurter Messestar

Der von keinem Geringeren als Battista „Pinin” Farina zum schönsten Auto der Frankfurter IAA von 1955 gekürte BMW 503 markierte die Rückkehr der Bayerischen Motoren-Werke ins Premium-Segment. Nicht nur bestach der 503 mit seinen betörenden Linien, sondern unter der Haube sorgte ein 3,2-Liter-V8 dafür, dass das Coupé genauso gut lief wie es aussah. Erstaunlicherweise blieb dieses Modell Baujahr 1958 bis heute im Besitz derselben französischen Familie; nach dem Ableben des Vaters kümmerte sich sein Sohn um das Auto und stellte sicher, dass es mehrmals im Jahr bewegt wurde. 2001 kam der BMW für eine komplette Restaurierung zu Lecoq und präsentiert sich heute in seinem historisch korrekten Outfit Blau über Blau.

 

Seltener und startberechtigter Fiat 1100

Es ist nicht besonders schwierig, an ein für die Mille Miglia startberechtigtes Auto zu kommen. Eines aufzutreiben, das auch der Veranstalter attraktiv findet, schon weitaus mehr. Dieses makellose Fiat 1100 ES Coupé Pinin Farina von 1950 gehört zu letzterer Kategorie. Man geht davon aus, dass heute noch weniger als zehn Exemplare existieren. Das hier gezeigte Modell mit Chassisnummer 500435 und Matching Numbers gelangte, nachdem es bei einem Fiat-Händler in Bozen keinen Käufer gefunden hatte, über den Umweg Turin im März 1951 nach Casablanca. Dort entdeckte Mitte der 80er-Jahre ein in Marokko lebender Franzose das in einer Tiefgarage abgestellte und Kindern als Spielplatz (!) dienende Auto. Mitte der 90er-Jahre startete er eine insgesamt 15 Jahre währende Restaurierung. Mit der tiefroten Farbe, den cremig weißen Felgen und der geteilten Windschutzscheibe im Stil früher Porsche 356 ist dieser Fiat für jeden ernsthaften Sammler eine spannende und seltene Gelegenheit.

 

Brutale Schönheit

Die Siebzigerjahre waren eine verrückte Zeit des Autodesigns. Das Zeitalter der kurvigen 60er war vorbei und die Hersteller schlugen teils ganz neue Designwege ein. Rolls-Royce zum Beispiel wählte eine eher simple Design-DNA, verbunden mit einem bewusst imposanten Auftritt. Der Camargue wurde jedoch nicht in England, sondern bei Pininfarina designt und dieses spezielle Exemplar wurde 1975 vom persischen Schah bestellt und 1976 ausgeliefert. Die sehr lesenswerten Dokumente enthalten unter anderem Korrespondenzen zwischen dem Hof und dem Werk in Crewe, das damals Rolls-Royce und Bentley gemeinsam fabrizierte. Ein Hauch von Dekadenz umweht große Coupés – und diesen Camargue in der Originalfarbe Crown Gold mit Interieur in Nuella Stone und hellbeigen Teppichen ganz besonders.

 

Schwarze Schönheit

Der originale Porsche 911 3.0 RS ist ein seltenes Biest. Nur 55 Exemplare wurden gebaut, denn die Ankunft des RSR im selben Jahr machte ihn überflüssig. Es gibt allerdings einige, die bei Rennen fuhren und in Le Mans oder bei der Tour de France Erfolge feierten. Diese Replica entstand auf Basis eines SC-Modells Baujahr 1980 und darf mit gut 300 PS unter der Haube und dem so unverzichtbaren historischen Pass (gültig bis 2027) bei vielen historischen Motorsport Events starten. Doch können Sie der Versuchung wiederstehen, diesen Mitternachts-Renner auch mal auf der Straße zu bewegen?

 

Der ultimative W124

Der Mercedes 500 E (ab Modelljahr 1993 E 500) ist eine unter Sammlern in aller Welt bis heute im höchsten Ansehen stehende Limousine. Die Zusammenarbeit zwischen Mercedes-Benz und Porsche hatte zu einem phantastischen Ergebnis geführt – ein echter „Wolf im Schafspelz“. Als die Baureihe W124 das Ende ihres Lifecycles erreichte, nahm sich AMG des E 500 an und schuf den E60 AMG. In Affalterbach bohrten sie den V8 auf volle sechs Liter auf, schnallten AMG-Felgen auf, nahmen ein Fahrwerks-Update vor und bauten einen Sportauspuff ein – um nur die wichtigsten Maßnahmen zu nennen. Dieses Exemplar wurde 1994 von AMG Japan bestellt und gelangte 2016 nach Europa. Mit nur 76.000 Kilometern auf der Uhr kann dieser AMG-Mercedes ohne Probleme und ohne zu viel Wertverlust weiter genossen werden.