Aston Martin Racing: Lords auf dem Ring

Nachdem Aston Martin in Le Mans einen beachtlichen vierten Rang unter den LMP1-Rennwagen eroberte und zuletzt beim 1000km-Rennen am Nürburgring Platz 1, 2 und 3 belegte, ist plötzlich der Weltmeistertitel in greifbarer Nähe. Es wäre der erste Sieg nach 50 Jahren Motorsportgeschichte. Teams, Sponsoren und Fans fiebern nun gespannt dem Saisonfinale vom 11. bis 13. September 2009 in Silverstone entgegen.

Besser hätte es für die Briten nicht kommen können: Erst demonstrieren sie auf dem heiligen französischen Rundkurs von Le Mans eindrucksvoll, dass sie auch ohne Dieselantrieb auf Anhieb ganz vorne mitmischen können. Dann erobern sie in der Eifel auf der Deutschen liebster Rennstrecke gleich das ganze Podium. Und nun haben sie beim Saisonfinale in Silverstone, auf heimischen Boden, gute Chancen auf den Weltmeistertitel. Es sei ihnen gegönnt, denn der letzte große Gesamterfolg in der Klasse zweisitziger Prototypen liegt 50 Jahre zurück. Es war die grandiose Saison ’59, in der die Aston Martin DBR1/2-Rennwagen einen Doppelsieg in Le Mans verbuchten und Sir Stirling Moss mit seinem Team am Ende auch noch Weltmeister wurde.

Statt im klassischen British Racing Green, wie der DBR1 vor 50 Jahren, präsentieren sich die Lola Aston Martin LMP1-Rennwagen heute in den himmlisch-grellen Gulf-Farben. Der Sieg in der Eifel war – rein optisch – sicherlich der schönste, den der moderne Motorsport in den letzten Jahren gesehen hat. Unter dem blau-orangen Karbonfaserkleid des zweisitzigen Prototypen arbeitet ein 6,0-Liter-Zwölfzylinder, der 650 PS und 700 Nm auf die Asphaltbahn bringt. Bei einem Gewicht von etwa 900 Kilogramm lassen sich die spektakulären Fahrleistungen, die nicht bekannt gegeben werden, zumindest erahnen.

Für den großen Showdown in Silverstone haben die Organisatoren bereits im Vorfeld für reichlich Publicity gesorgt: Für eine Presseveranstaltung engagierten sie kurzerhand die Fahrer Darren Turner und Tomas Enge vom Team Aston Martin Racing (LMP1 #009) sowie Jonny Cocker von Drayson Racing (Aston Martin Vantage GT2), um den geladenen Journalisten für Fragen und Antworten zur Verfügung zu stehen. Außerdem luden die Piloten zu Mitfahrten über den Parcours von Silverstone ein. Classic Driver Redakteur Steve Wakefield nahm derweilen schon einmal im frisch aufgebauten Aston Martin DBR1/2-Siegerwagen neben Rennfahrerlegende Tony Dron Platz – und erschnupperte bei einem lockeren Turn einen Hauch vom großen Le Mans-Erfolg, den Stirling Moos beim Ausrollen nach der Zielgeraden gefühlt haben muss.

Einen Eindruck von der farbenfrohen Startaufstellung beim kommenden Saisonfinale in Silverstone bekommen Sie in unserer Bildergalerie vom 1000km-Rennen am Nürburgring.

Aston Martin Racing: Lords auf dem RingAston Martin Racing: Lords auf dem RingAston Martin Racing: Lords auf dem Ring
Aston Martin Racing: Lords auf dem RingAston Martin Racing: Lords auf dem RingAston Martin Racing: Lords auf dem Ring
Aston Martin Racing: Lords auf dem RingAston Martin Racing: Lords auf dem RingAston Martin Racing: Lords auf dem Ring
Aston Martin Racing: Lords auf dem RingAston Martin Racing: Lords auf dem RingAston Martin Racing: Lords auf dem Ring
Aston Martin Racing: Lords auf dem RingAston Martin Racing: Lords auf dem RingAston Martin Racing: Lords auf dem Ring
Aston Martin Racing: Lords auf dem RingAston Martin Racing: Lords auf dem RingAston Martin Racing: Lords auf dem Ring
Aston Martin Racing: Lords auf dem RingAston Martin Racing: Lords auf dem RingAston Martin Racing: Lords auf dem Ring
Aston Martin Racing: Lords auf dem RingAston Martin Racing: Lords auf dem RingAston Martin Racing: Lords auf dem Ring
Aston Martin Racing: Lords auf dem RingAston Martin Racing: Lords auf dem RingAston Martin Racing: Lords auf dem Ring
Aston Martin Racing: Lords auf dem RingAston Martin Racing: Lords auf dem RingAston Martin Racing: Lords auf dem Ring

Text: Jan Richter
Fotos: Nanette Schärf / LAT



ClassicInside - Der Classic Driver Newsletter
Jetzt kostenlos abonnieren!