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Diesem Le-Mans-Champion hat die Rennleitung nichts zu sagen

Am 8. November versteigert Gooding Christie’s in Genf einen Ferrari 499P Modificata aus erster Hand. Die Trackday-Version jenes Prototyps, der Ferrari 58 Jahre nach dem letzten Gesamtsieg wieder in Le Mans triumphieren ließ, kennt keine Reglement-Fesseln und leistet bis zu 870 PS.

Wenige Marken sind so eng mit dem Circuit de la Sarthe verbunden wie Ferrari. Den letzten Gesamtsieg hatten die Italiener allerdings 1965 gefeiert. Entsprechend hoch waren die Erwartungen, als das Cavallino Rampante zur WEC-Saison 2023 erstmals seit 50 Jahren in die Topklasse von Le Mans zurückkehrte. Der Ende 2022 vorgestellte 499P beendete auf Anhieb Toyotas Siegesserie und gewann dreimal in Folge. Für ausgewählte Kunden bot Ferrari die Variante 499P Modificata an.

Das in Genf versteigerte Exemplar bleibt bis Dezember 2028 in Maranello. In dieser Zeit erhält der neue Eigentümer Zugang zum „Sport Prototipi Clienti“-Programm, bei dem Ferrari Wartung, Logistik und Betreuung an der Strecke übernimmt. Eine Straßenzulassung hat der Modificata nicht, bei Trackdays stellt er aber so ziemlich alles in den Schatten.

Der Hybridantrieb besteht aus einem mittig eingebauten 3,0-Liter-V6-Biturbo, der seine Architektur mit dem Motor des Ferrari 296 teilt, und einem 272 PS starken E-Motor an der Vorderachse. Die Systemleistung liegt bei 707 PS, per Knopfdruck setzt der „Push to Pass“-Boost für bis zu sieben Sekunden weitere 163 PS frei. Während der 499P in der WEC seine Hybridleistung erst oberhalb von 190 km/h abrufen darf, verfügt der Modificata in allen Geschwindigkeitsbereichen über Allradantrieb.

 

 

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