

Der Porsche 911 mag mit der 996-Generation ein ganzes Stück komfortabler geworden sein. Und trotzdem bleibt er charakterlich Sportwagen durch und durch, vor allem in der 420 PS starken Turbo-Version. Der Erstbesitzer dieses Exemplars, das im Februar 2002 in Luxemburg ausgeliefert wurde, wollte aber das neugewonnene Luxus-Potenzial voll und ganz ausschöpfen. Mit seinem üppig ausgestatteten Individual-Interieur, inklusive Magnolia-Lederbezügen, reichlich hellen Wurzelholz-Dekorelementen und dem edlen Farbton „Orient Red" wirkt er „very British" – so versprüht die Ikone der 2000er sogar eher Bentley- als Porsche-Vibes.


Der Kunde schien beim Durchgehen der Aufpreisliste im Überfluss zu schwelgen. Zu dem edel ausgeschlagenen Interieur kommen Features wie Xenon-Scheinwerfer, das PDK-Getriebe, Autotelefon und Bose-Soundsystem, Sitzheizung, hintere Parksensoren sowie ein elektrisches Schiebedach. Nachdem der Luxemburger Ersteigentümer das Auto veräußerte, verbrachte es einen Großteil seines bisherigen Lebens in Frankreich, bevor es seinen Weg nach Deutschland fand. Über die Jahre bekam der unter Porsche-Fans immer beliebter werdende 996 regelmäßig den vorgeschriebenen Service. Den letzten erhielt er im September 2025 bei dem Berliner Spezialisten Lundtauto. Zu dem Zeitpunkt hatte der rote Spiegelei-Turbo rund 62.000 Kilometer auf dem Tacho stehen. RM Sotheby's bringt das Auto am 4. Juli bei seiner Auktion am Tegernsee unter den Hammer und schätzt, dass es für 70.000 bis 120.000 Euro den Besitzer wechseln wird.























