
1927 Mercedes-Benz 680 S Sindelfingen Sports Tourer
Den Auftakt dieses grandiosen Aufgebots bildet (in chronologischer Reihenfolge) ein Paradebeispiel vorkriegsmäßigen Luxus. Chassis 35222 ist ein außergewöhnlich seltener und wunderbar originaler, in Sindelfingen gebauter Mercedes 680 S Sportourer, der Ferdinand Porsches mächtige S-Type-Reihe in ihrer charismatischsten Form repräsentiert. Zu seinen faszinierendsten Kapiteln zählt die Zeit, als der Cartoonist Charles Addams (1912-1988), Schöpfer der „Addams Family“, den Wagen besaß und ihn sogar bei Rennen einsetzte! Später, im Besitz von John Calley (1930-2011), unter anderem Produzent von „A Clockwork Orange“, wurde der Mercedes von keinem Geringeren als dem Rennfahrer und Formel-1-Weltmeister von 1961, Phil Hill, restauriert. Groß, kühn und von unglaublicher Eleganz – dieser 680 S repräsentiert klassisches Autofahren in seiner theatralischsten Form, gekrönt von einer glanzvollen Besitzer-Geschichte.

1931 Alfa Romeo 8C 2300 Spider by Zagato
Gäbe es ein Best-of-Album der Vorkriegsrennwagen, läge der 8C 2300 sicherlich auf einer der Top-Positionen. Chassis-Nummer 2111006 ist ein Zagato Spider mit kurzem Chassis und außergewöhnlicher Historie: ein Ex-Werkswagen, Ex-Scuderia Ferrari, mit Matching Numbers und weitgehend original. Mehr noch: Er gewann 1931 mit Tazio Nuvolari die Coppa Ciano und holte weitere Podiumsplätze sowie Siege beim Großen Preis von Belgien, bei der Coppa Messina und der Coppa Gran Sasso d’Italia. Er nahm auch an der Mille Miglia teil, sowohl an der historischen als auch an der modernen – im letzten Fall nach einer sorgfältigen Restaurierung gemäß den Spezifikationen der Mille Miglia von 1932 – wozu auch die drei roten Scheinwerfer gehören!


1952 Jaguar C-Type & 1955 Jaguar D-Type
Jaguars erster Le-Mans-Siegerwagen zählt bis heute zu den elegantesten Rennsportwagen aller Zeiten – und Chassis XKC 019 ist ein besonders authentisches Exemplar. Neu in Antwerpen ausgeliefert an den belgischen Rennfahrer niederländischer Herkunft, Herman Roosdorp (1895-1965), bewies dieser C-Type sein Potenzial auf internationaler Ebene: Zusammen mit dem bekannten deutschen Piloten Toni Ulmen belegte Roosdorp mit dem „Jag“ den dritten Platz in der Gesamtwertung der 24 Stunden von Spa 1953. Für 1954, nunmehr mit J.L. van Dieten am Steuer, stehen für XKC 019 ein zweiter und ein vierter Platz bei Rennen in Zandvoort zu Buch.
Heute ist der Jaguar für die „big four“ des historischen Motorsports zugelassen: Monaco, Mille Miglia, Le Mans Classic und Goodwood Revival. Nur wenige Rennwagen vereinen Schönheit, Tradition und Alltagstauglichkeit in einem einzigen und mit einer Aluminium-Karosserie verkleideten Fahrzeug!
Neben dem C-Type steht sein Nachfolger und Bruder im Geiste, der D-Type. Bekannt ist er als der ehemalige Wagen des britischen Unternehmers und Rennfahrers Peter Blond (1929-2021). Bond, der 1959 seine kurze Rennkarriere beendete, gewann mit dem vom jungen Bernie Ecclestone (!) erworbenen roten (!) D-Type 1956 ein Rennen in Snetterton. Entscheidend für Kaufinteressenten: Der Jaguar hat seine Originalkarosserie und den „matching numbers“ 3,4-Liter-Sechszylinder bewahrt, untermauert durch eine lückenlose Besitzhistorie seit seiner Auslieferung. In einer Welt, in der Originalität über alles geht, zählt dies ganz besonders. Darüber hinaus atmet dieser Wagen den Geist des Langstreckensports von der Mitte der 1950er-Jahre in jeder Niete und Schraube.

1955 Ferrari 500 Mondial
Als eines von nur elf gebauten Modellen der Serie 2 und einer der am besten erhaltenen Ferrari Barchetta überhaupt, nahm dieser blaue 500 Mondial in seiner Glanzzeit an den 12 Stunden von Hyères und der für Mensch und Maschine extrem harten Fernfahrt Lüttich–Rom–Lüttich teil. Es handelt sich um ein weitgehend originales Matching-numbers-Modell mit Ferrari Classiche-Zertifizierung. Heute rangiert er perfekt an der Schnittstelle zwischen einem historischen Rennwagen und einem begehrten Sammlerstück. Ein wettbewerbsfähiger Rennwagen und gleichzeitig geeignet für die Concours d’Élégance der Spitzenklasse. Leicht, agil und formvollendet – dieser Mondial erinnert an Ferraris goldene Ära, in der Einfachheit und Geschwindigkeit Hand in Hand gingen.

1961 Ferrari 250 GT Cabriolet by Pininfarina
Neben der Fülle an den zuvor hier vorgestellten Rennlegenden verkörpert ein 250 GT Ferrari aus der goldenen Ära Glamour und technische Perfektion. Dieses 250 GT Cabriolet der Serie II ist vollständig Classiche-zertifiziert und verfügt über sein originales Chassis, seine Karosserie, seinen Motor und sein Getriebe. Es wurde aufwendig restauriert und wird komplett mit dem seltenen Werks-Hardtop angeboten. Unaufdringlich, makellos gestylt und lässig-cool – ein Ferrari der 1960er-Jahre in seiner schönsten Form!


1962 Shelby 260 Cobra “T” Car & 1963 Shelby 289 Cobra Le Mans
Zwei Cobra bringen amerikanische Muscle-Car-Power auf den Stand von Fiskens. Die erste ist die sechste jemals gebaute Schlange und die erste, die jemals öffentlich zum Verkauf angeboten wird. Unglaublich: Shelby American verleaste den Wagen an die Universal Studios, später diente er als Fahrschulwagen in Shelbys eigener Fahrschule – mit Schülern wie James Garner und Steve McQueen!
Daneben steht ein 1963 bei den 24 Stunden von Le Mans gestartetes Shelby 289 Cobra Coupé. Heute ist der Wagen ein äußerst erfolgreicher Teilnehmer bei zahlreichen Oldtimer-Veranstaltungen, allen voran beim Goodwood Revival.

1966 Ford GT40 MK III LHD Prototype
Dieser linksgelenkte Prototyp zählt zu den seltensten Ford GT40 überhaupt. Er ist einer von nur sieben gebauten MK III und diente als Ausstellungs- und Pressefahrzeug für die New York Auto Show. Seitdem wurde er mit viel Liebe zum Detail originalgetreu restauriert, inklusive seines originalen 302-Motors (5,0 Liter). Ausgefeilter als seine siegreichen Le-Mans-Brüder, aber nicht weniger faszinierend, bietet dieser MK III einzigartige Einblicke in Fords GT40-Programm.

1984 Porsche 956 B #115
Willkommen in der Blütezeit der Gruppe C. Dieser von Porsche Kremer eingesetzte 956 B, einer von nur sechs in Weissach mit den Werks-Upgrades von 1983 aufgerüstet, führte 1984 die 24 Stunden von Le Mans sechs Stunden lang an – gefahren von Vern Schuppan, Alan Jones und Jean-Pierre Jarier – und belegte am Ende den sechsten Platz. Der Wagen wurde exakt nach den Spezifikationen von Le Mans 1984 restauriert und zählt zu den bedeutendsten Langstreckenrennwagen seiner Ära.


2006 Aston Martin DBR9/03 & 2013 Aston Martin Vantage GTE
Diese beiden Schmuckstücke aus den 2000er-Jahren sind ein Muss für jeden Fan des modernen GT-Rennsports. Der DBR9 ist eines der erfolgreichsten Exemplare von insgesamt zehn Werkswagen und errang Siege beim Petit Le Mans und in Salt Lake sowie acht Podiumsplätze in Folge in der ALMS des Jahres 2006. Außerdem belegte er 2006 den zweiten und 2007 den dritten Platz in seiner Klasse in Le Mans, ehe er später als AMR-Nachwuchsfahrzeug zum Einsatz kam.
Daneben steht dieser Vantage GTE, das Flaggschiff-Werksauto der Marke von 2013 bis 2015, das in der globalen GT-Rennszene ganz vorne mitfuhr. Mit Darren Turner und Stefan Mücke am Steuer errang er zahlreiche Siege in der GTE Pro-Klasse. Besonders in Erinnerung geblieben ist seine Le-Mans-Art-Car-Lackierung von 2015, entworfen vom Esslinger Bildhauer Tobias Rehberger – eine kühne, moderne Interpretation der Langstreckenrenntradition.

2019 Bugatti Chiron Sport 110 Ans
Den krönenden Abschluss bildet ein moderner Hypercar-König: der Bugatti Chiron Sport 110 Ans. Er ist eines von nur 20 Exemplaren, die zum 110-jährigen Jubiläum von Bugatti entstanden und hat seit seiner Auslieferung lediglich 8.123 Kilometer zurückgelegt. Mit seiner stahlblauen Sichtcarbon-Außenhaut, tiefblauem Lederinterieur und französischen Trikolore-Akzenten präsentiert er sich als wunderschön ausgestattetes Fahrzeug aus erster Hand. Er dürfte eines der schnellsten, wenn nicht sogar das schnellste Auto dieser außergewöhnlichen Auswahl sein und rundet diese unvergessliche Fiskens-Präsentation famos ab!























