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Pininfarina Hyperion: Göttliches Unikat

Einzelanfertigungen auf Basen exklusiver Automobile sind eine Spezialität der Turiner Designmanufaktur Pininfarina. Das neueste One-Off-Car, der Pininfarina Hyperion, basiert auf dem Rolls-Royce Phantom Drophead Coupé. Premiere feierte der Hyperion im August, beim Concours d’Elegance in Pebble Beach.

Wenn bei Pininfarina der Auftrag für eine Einzelanfertigung angenommen wird, steht erstens ein spannendes Projekt im Raum und zweitens ein finanziell großzügiger Auftraggeber dahinter. Im Fall des Pininfarina Hyperion bestand die Projektarbeit darin, dem Rolls-Royce Phantom Drophead Coupé Designakzente klassischer Fahrzeuge der 30er-Jahre zu verleihen. Sponsor dieses Projekts ist ein gewisser Roland Hall, der allein für das Basisfahrzeug schon rund 400.000 Euro zahlte. Ein Beispiel: Der berühmte Glickenhaus-Ferrari P4/5 by Pininfarina auf Basis des Ferrari Enzo kostete etwa 3.000.000 Dollar.

Um die typischen Designmerkmale historischer Luxuskarossen der 30er-Jahre zu verkörpern, stand vor allem eine Neugestaltung und –anordnung des Cockpits im Fokus der Karosseriearbeiten. Bei diesen frühen Automobilen thronte meist ein kleines Cockpit über einer besonders opulenten Karosserie. In der Fahrgastzelle des Rolls’ wurden die hinteren Sitze ausgesondert und dafür die gesamte Kanzel um 40 Zentimeter nach hinten versetzt. Entsprechend länger und majestätischer präsentiert sich nun die Motorhaube des Coupés. Das Faltdach verschwindet hinter den Sitzen unter einem edlen Holzdeckel im Yachtdesign. Die Heckpartie des Hyperion lehnt wiederum an die Form der von Pininfarina gezeichneten „Berlinettas“ aus den Fünfziger- und Sechzigerjahren. Inklusive dem klassischen Rolls-Royce-Kühlergrill vermittelt der Pininfarina Hyperion tatsächlich einen gewissen Vintage-Look – Details wie die Bi-Xenon-Scheinwerfer mit LED-Tagfahrleuchten weisen jedoch darauf hin, dass es sich hierbei um ein hoch modernes Fahrzeug handelt.

Vor der Windschutzscheibe, unter der Motorhaube, wurden zwei Staufächer integriert, die Roland Hall Platz für seine Jagdausrüstung oder anderes Sportequipment bieten. Die Armaturen im Innenraum blieben nahezu unberührt, wobei im Pininfarina Hyperion ein besonderer Zeitmesser integriert wurde. Der ins Armaturenbrett eingelassene Tourbillion ist das Ergebnis einer ersten Zusammenarbeit zwischen Pininfarina und der Uhrenmanufaktur Girard-Perregaux. Der Vintage 1945 Tourbillion kann sowohl im Armaturenbrett platziert werden, als auch am Handgelenk getragen werden.

Am Hyperion-Projekt beteiligt waren auch die Firmen Re Fraschini, die für die Fertigung der Karbon-Karosserie verantwortlich waren, die „Glaserei“ Isoclima, Proxi Engineering für die Zeichnungen des Hyperion sowie Triom für die Lichtanlage und die Felgen.

Seinen Namen erhielt das Pininfarina Rolls-Royce Phantom Drophead Coupé nach dem griechischen Licht- und Sonnengott Hyperion, der als einer der Titanen der griechischen Mythologie gilt.

Für weitere Informationen klicken Sie auf www.pininfarina.com.

Text: Jan-Christian Richter
Fotos: Pininfarina


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