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Ein Roadtrip durch Japan mit den seltensten Sammlerautos des Landes

Im Nachklang des sensationellen Concorso d’Eleganza Kyoto machten sich einige Teilnehmer auf den Weg zu einer epischen Dreitages-Tour durch Japan. Unser Mann vor Ort, Rémi Dargegen – fuhr mit...

Sollten Sie am letzten Wochenende den Concorso d’Eleganza Kyoto verpasst haben – kein Problem.Denn durch einen einfachen Clickkönnen Sie in unserem ausführlichen Report alles über diese extravagante Zurschaustellung der ausgefallensten Kreationen von Lamborghini und Zagato nachlesen. Zwei Marken, die innerhalb der extrem begeisterungsfähigen japanischen Sammlercommunity in höchsten Ehren gehalten werden. 

Nach dem Schönheitswettbewerb in Nijō Castle machten sich die Besitzer von 15 Autos – darunter zwei Lamborghini Islero, ein Cisitalia 202 MM, ein Alfa Romeo 6C 2500 und der herrlich verrückte Lamborghini 5-95 Zagato – auf einen dreitägigen Roadtrip zu den Highlights japanischer Kultur, Cuisine und Landschaft.

Tag 1

Nach einem ziemlich gewöhnlichen Morgen auf der aus Kyoto hinausführenden Autobahn überquerten wir die Great Seto Bridge. Die insgesamt 13,1 Kilometer lange Brücken-Viadukt-Konstruktion gilt als weltweit längste durchgehend zweistöckige Hängebrücke und verbindet die Präfekturen Okayama und Kagawa. Müßig zu betonen, dass die Überquerung eines Konvois aus so speziellen und optisch unterschiedlichen Wagen ein außerordentlicher Anblick war. Danach hielten wir am Kuribayashi Park, dessen ruhige und akribisch gepflegte Gärten zu meinen persönlichen Highlights der gesamten Reise zählten. 

Tag 2

Wir starteten den zweiten Tag mit einer Fahrt über fantastische Straßen, die sich durch eine besonders ländliche Region Japans schlängeln. Ehe wir uns dann einen Teller der dicksten Nudeln Japans, der Udon, schmecken ließen. Nach einer weiteren kurzen Fahrt und Besichtigung eines Tempels verbrachten wir den Abend in einem traditionell eingerichteten japanischen Ryokan-Hotel. Als wir ankamen, waren die mit weichen Matten auslegten Räume noch weitgehend leer, doch zum Abendessen wurde dann ein Futon zur Verfügung gestellt. Das Essen selbst war köstlich – ein traditionelles Buffet, unter anderem mit Fischköpfen, das zu den vielen überraschenden kulinarischen Entdeckungen am Weg zählte. 

Tag 3

Der dritte und letzte Tag begann nicht hinter dem Lenkrad, sondern mit einem Kagura-Erlebnis – eine Aufführung uralter Tänze und Musik im historischen Kompira Schrein zu Ehren der Shinto-Götter. Wir wurden danach von den Mönchen gesegnet, was nochmals ein ganz besonderes Erlebnis war. Danach ging es auf der Autobahn zurück nach Kyoto. Ich gesellte mich ins Cockpit des wunderschönen Cisitalia 202 MM des Classic Driver-Händlers The Cultivated Collector, was wirklich unvergesslich bleiben wird. Die Atmosphäre war insgesamt fantastisch und es herrschte unter allen Teilnehmern eine positive Grundstimmung. Japan zeigte sich als überwältigendes und wirklich faszinierendes Land, zugleich eines mit den vielleicht enthusiastischsten Sammlern der Welt. Wir erwarten daher für die kommenden Jahre noch weitaus mehr Events dieser Art im Land der aufgehenden Sonne.

Fotos: Rémi Dargegen für Classic Driver © 2019