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Magazin

Wir sind ganz Ohr: Die Hugh-Hefner-Story

Manche Ideen liegen auf der Strasse. Pardon, auf dem Bett. Aber es war eben ein gewisser Mr. Hefner, der die Idee hatte, ein Magazin mit leicht bekleideten Beauties zu füllen und es Playboy zu nennen. Der Rest ist Geschichte.

Alle werden älter. Sogar der Mann, der Millionen Geschlechtsgenossen weltweit das Gefühl vermittelte, ein von willigen Schönheiten umgarnter Lebemann zu sein. Kürzlich wurde der mittlerweile 87-jährige Hugh Hefner in Disneyland beobachtet, wo er im Reich der Maus mit den grossen Ohren einen Senioren-Scooter pilotierte. Doch angefangen hat alles ganz anders.

Ein Küchentisch und eine nicht ganz farbechte Blondine

Man schrieb das Jahr 1953. Hugh Hefner entwarf die erste Ausgabe des „Playboy” an seinem Küchentisch. Für das Cover wählte er eine Blondine, deren Haarfarbe nicht ganz echt war. Sie hieß Marilyn Monroe und die Bilder im Heft zeigten sie so nackt, wie sie geschaffen worden war. Die Artikel schrieben Freunde und Bekannte aus der Literaturszene, die später wie Marilyn durch die Zusammenarbeit berühmt wurden. Hefner füllte als gelernter Cartoon-Zeichner und Illustrator die Leerstellen auf. Es war die Geburtsstunde eines Erfolgsrezepts.

Die Kombination aus schönen, kunstvoll arrangierten nackten Frauen, intelligente Beiträgen namhafter Autoren und eine liberale Grundeinstellung machten den „Playboy” mit einer monatlichen Auflage von 15 Millionen Ausgaben zum erfolgreichsten Männermagazin der Welt. Das legendäre Logo wäre der Traum eines jeden modernen Brandingexperten: Ein Leser aus New York schickte im vierten Jahr nach Erscheinen einen Leserbrief mit den Häschenohren als einzige Adressenangabe. Das Schreiben erreichte auf direktem Weg die Redaktion.

Der „Playboy” - eine Hommage in Sechs Bänden

Zum 60. Jubiläum des Magazins haben Hugh Hefner höchstpersönlich und der auf opulente Coffeetable Books spezialisierte Taschen Verlag gemeinsam eine neue Ausgabe des Werks „The Life and Times of Hugh M. Hefner” veröffentlicht. Der Leser erfährt bisher unbekannte Details aus Hefners Karriere - vom Cartoons zeichnenden Schuljungen bis zum gefeierten Medienkönig. Die Ausgabe breitet die goldenen Jahre von 1953 bis 1979 aus. Die sechsbändige Anthologie zeigt eine Auswahl der legendären erotischen Doppelseiten und enthält Beiträge von berühmten „Playboy”-Autoren wie Gore Vidal, Ian Fleming und Norman Mailer. 

Ausserdem gibt es bisher unveröffentlichte Grafiken sowie Hunderte von Fotos, die intime Einblicke in Hefners Playboy Mansion, die verschiedenen Playboy Clubs sowie in sein Privatflugzeug Big Bunny erlauben. Dieser Privatjet war seiner Zeit voraus: Eingerichtet wie ein Penthouse mit luxuriösen Sitzen und riesigen Fernsehern, und als Inbegriff für den sexy "Way of Life" noch mit einem Wasserbett ausgestattet. Und jetzt Disneyland? Das kann es doch nicht sein, Hef!

Fotos: 2013 Playboy Enterprises Internation Inc./Taschen

Die Anthologie "The Life and Times of Hugh M. Hefner" ist im Taschen Verlag erschienen und als Box-Set mit sechs Bänden erhältlich. Weitere Informationen unter taschen.com.