Zagato Perana Z-One: Made in Africa

Weltpremiere in Genf: In Kooperation mit der südafrikanischen Perana Performance Group hat das italienische Designstudio Zagato ein aufregendes Showcar entwickelt. Der Perana Z-One soll ab Sommer 2009 in Produktion gehen – streng limitiert und zu einem sensationellen Preis.

Auf dem Genfer Salon 2007 hatte das exklusive Mailänder Designstudio Zagato einen personalisierten Spyker C12 mit neuer Linienführung präsentiert, im vergangenen Jahr wurde erstmals ein Bentley mit dem zagatotypischen „Double-Bubble Roof“ enthüllt. In diesem Jahr werden die Karosseriespezialisten in Genf die erste Kooperation mit der südafrikanischen Perana Performance Group bekannt geben – und auch gleich das erste gemeinsame Produkt präsentieren. Der Perana Z-One, ausgesprochen „Zee-One“, ist ganz im skulpturalen Stil von Zagato gehalten und soll das sinnliche Kurvenspiel eines Maserati oder Ferrari mit der distinguierten Eleganz eines Aston Martin vereinen.

Überraschender als die attraktive Konzeptstudie selbst sind die Informationen, die Zagato in dieser Woche herausgibt: Wenn das Publikum in Genf genügend Bestellformulare ausfüllt, könnte der Zweisitzer bereits in diesem Sommer in Südafrika in Produktion gehen und umgehend an erste Kunden in Europa ausgeliefert werden. Zagato hat die Produktion bereits auf maximal 999 Exemplare begrenzt. Angesichts des Preises, den die Mailänder schon vor der Enthüllung nennen, sollte man sich mit der Bestellung allerdings beeilen – plant Zagato doch, mit dem Perana Z-One unter 50.000 Euro zu bleiben. Zwar kommt auf diese Summe noch die Mehrwertsteuer hinzu, doch günstiger kann man im Luxussegment momentan nicht fahren.

Zagato Perana Z-One: Made in Africa Zagato Perana Z-One: Made in Africa

Das Rohrrahmen-Chassis wird von Perena eigenständig hergestellt, die von Zagato entworfene Fiberglas-Karosserie soll ebenfalls in Südafrika verbaut werden. Für die Motorisierung steht ein 6,2 Liter V8-Triebwerk von GM mit 440 PS Leistung und 430 Nm Drehmoment zur Verfügung, das den italo-afrikanischen Sportwagen in weniger als vier Sekunden auf 100 km/h beschleunigen soll. Die Kraftübertragung erfolgt über ein manuelles Sechsgang-Getriebe. Auch bei den Dimensionen zeigt sich Zagato überraschend konkret: Nur 1.195 Kilogramm bringt der GT auf die Waage – was bei einer Länge von 4,41 Metern, einer Breite von 1,93 Metern und einer Höhe von 1,23 Metern nicht gerade viel ist. Auch die perfekte Gewichtsverteilung von 50:50 verspricht ein optimales Fahrerlebnis.

Ob der Perana Z-One tatsächlich so zügig in Produktion gehen kann und wie die Kooperationspartner den unglaublichen Preis realisieren wollen, wird sich spätestens nächste Woche bei der Weltpremiere in Genf klären. Wir berichten weiter.

Text: Jan Baedeker
Fotos: Zagato



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