Wiesmann MF4 und MF4-S Roadster: Kraftbrüder

Die Dülmener Sportwagenmanufaktur Wiesmann stellt in Genf die neuen Roadster MF4 und MF4-S vor. Eine modernere Optik und ein neuer Motor auf Basis des aktuellen BMW M3-Aggregats sollen zusätzlich für frischen Wind bei der Marke mit dem Gecko sorgen.

Auch bei dem neuen Modell setzen die Wiesmann-Brüder Friedhelm und Martin auf den für die Marke typischen Retro-Look. Allerdings wurden die wesentlichen Teile der Karosserie überarbeitet und moderner gestaltet. Mit dem Modellstart des MF4 Roadster sind erstmals auch Fahrer- und Beifahrerairbags für einen Wiesmann erhältlich. Um sich auch auf speziellen Märkten wie England oder Japan weiter zu etablieren, werden die GT-Modelle und der Neue auch als Rechtslenker erhältlich sein.

Die wirklich tollen News finden sich allerdings unter der geschwungenen Haube des offenen Sportlers. Gleich zwei neue Achtzylinder-Versionen stehen zur Auswahl: Der Roadster MF4 wird von einem 4,8-Liter-Motor mit einer Leistung von 367 PS und einem maximalen Drehmoment von 490 Nm angetrieben. Wer es noch sportlicher mag, dessen Wahl dürfte auf den MF4-S fallen, sein 4,0-Liter Hochdrehzahl-Motor leistet satte 420 PS und ermöglicht so eine Höchstgeschwindigkeit von angegebenen 300 km/h. Den Sprint bis zur-100-km/h-Marke soll der offene Zweisitzer in 4,4 Sekunden bewältigen. Die Kraftübertragung erfolgt wahlweise über ein manuelles Sechsgang-Getriebe oder ein Siebenggang-Doppelkupplungsgetriebe. Wie gehabt bedienen sich die Dülmener bei der Auswahl ihrer Motoren am BMW Regal, wie im Übrigen auch die englische Manufaktur Morgan.

Die Preise für die in Genf gezeigten Neuheiten beginnen bei 128.900 € für den MF4 und 137.900 für den MF4-S. Mit der Auslieferung wird bereits in diesem Sommer begonnen.

Text: J. Philip Rathgen
Fotos: Wiesmann


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