Señorío de Otazu: Eine Kathedrale für Kunst und Wein

Nicht weit von Pamplona entfernt, findet sich ein Walfahrtsort für Wein- und Kunstliebhaber. Die Señorío de Otazu lockt mit hervorragenden Tropfen, modernen Skulpturen – und einem einzigartigen Weinkeller.

 

Einst umkämpftes Königreich, heute autonome Gemeinschaft und wichtige Weinregion – aus Navarra im Norden Spaniens kommen zahlreiche Charakterweine, die sich durchaus mit den Spitzensorten aus Rioja messen können. Schon einmal, Anfang des 19. Jahrhunderts, waren die Navarra-Weine in ganz Europa bekannt. Dann kam die Reblaus und machte den Erfolg zunichte. Erst in den letzten Jahren hat sich das Gebiet wieder erholt. Eines der Zentren der neuen Weinkultur ist die 1994 wieder errichtete Señorío de Otazu, ein Weingut aus dem 15. Jahrhundert mit einem Anbaugebiet von rund 110 Hektar und einer jährlichen Produktion von 300.000 Flaschen.

 

Señorío de Otazu: Eine Kathedrale für Kunst und Wein

Señorío de Otazu: Eine Kathedrale für Kunst und WeinSeñorío de Otazu: Eine Kathedrale für Kunst und Wein

Die Trauben – angebaut werden die Rebsorten Tempranillo, Cabernet Sauvignon, Merlot und Chardonnay – profitieren vom atlantisch geprägten Mikroklima: Im Winter und Frühjahr fällt sehr viel Regen, im Sommer ist es dafür besonders heiß und sonnig. Auch die großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht prägen das Aroma der mehrfach prämierten Weinsorten. Doch nicht nur die Rot- und Weissweine selbst sind einen Besuch in der Bodega Otazu wert – auch die Sammlung moderner spanischer Kunst der Familie Penso, die das Weingut mit viel Stilempfinden betreibt, ist sehenswert. Das eigentliche Highlight findet sich allerdings erst, wenn man ins historische Haupthaus tritt und einer schmalen Treppe in den Weinkeller folgt: Die Gewölbedecke, unter der die Eichenfässer lagern, erinnert an eine gewaltige Kathedrale, die sich in ihrer architektonischen Dramatik sogar als Schauplatz für einen James-Bond-Endkampf eignen würde (rollende Fässer, fliegende Kugeln und sprudelnder Rotwein inklusive).

 

 

Weiterführende Links

Weitere Informationen zur Señorío de Otazu erhalten sie unter www.otazu.com.

 

Fotos: Señorío de Otazu