Wachau Classic 2004 – 3. Lauf zum Austro Cup

Am vergangenen Wochenende stand die 3. Wachau Classic Rallye auf dem Programm. Die Organisatoren, der ÖAMTC-Zweigverein Melk und das Team rund um Harald Neger, lockten über 80 Oldtimer-Enthusiasten an den Start.

Das Fahrerfeld traf am Freitag bei mäßigen Wetter im wunderschönen Spitz an der Donau zur technischen Abnahme und Ausfassen der Fahrtunterlagen ein. Der Startschuss zur Freitagsetappe erfolgte um 16:30 Uhr. Insgesamt waren circa 300 Kilometer zurückzulegen.

Wer die Wachau kennt, weiß, welch unglaublicher Landstrich durch das Niederösterreichische Donaugebiet einen dabei erwartet. Weinberge, Flusslandschaften und vor allem die jetzt blühenden Obstbäume – eine Pracht. Nicht umsonst gilt die Straße von Krems flussaufwärts als eine der schönsten Panoramastraßen weltweit. Und genau in dieses Umfeld verstand es der Organisator Harald Neger, eine Rallye in Szene zu setzen, die wirklich viele auf das Positivste überrascht hat. Wunderbar selektive Streckenführung, gepaart mit „fahrbaren“ Sonderprüfungen – und das in dieser prächtigen Landschaft. Die Zeit zum Anhalten und Genießen ist bekanntlich bei derartigen Veranstaltungen begrenzt, doch der eine oder andere Blick in die Landschaft ist nicht zu unterbinden.

Wachau Classic 2004 – 3. Lauf zum Austro Cup Wachau Classic 2004 – 3. Lauf zum Austro Cup

Die Sonderprüfungen am Freitag führten zum abendlichen Zwischenstand mit dem Duo S. Klackl/Hohenegger an der Spitze. Das „Classic Driver“-Duo Swoboda/Stieger fand sich auf dem 44. Rang mit einem schweren Patzer gleich bei SP 1, der uns fast die volle Punktezahl kostete.

Wachau Classic 2004 – 3. Lauf zum Austro Cup Samstag hieß es früh aufstehen, denn das erste Fahrzeug war bereits um 08:31 Uhr an der Reihe. Wir hatten die Startnummer 6 – eine zeitlich sehr enge Angelegenheit, wenn man zwei Ortschaften weit weg nächtigt und erst um 07.45 zum Frühstück kommt. Trotzdem waren wir bereits fünf Minuten vor Beginn unserer Etappe bereit zum Starten.

Die samstägliche Runde durch die Wachau wartete mit Sonderprüfungen (Lichtschranken und Messschlauch) unter anderem in Melk und Krems. Hier konnten nicht einmal frühsommerliche Gewitter die Fahrfreude trüben. Start und Ziel der 3. Wachau Classic Rallye war jeweils Spitz an der Donau, so auch am Samstag mit dem Zieleinlauf am späten Nachmittag.

Ein weiteres Highlight präsentierten uns die Veranstalter am Abend zur Preisverleihung. Es ging mit einem gecharterten Schiff die Donau hinunter bis Dürnstein und in den ausklingenden Abendstunden wieder zurück nach Spitz. Ein regionales Buffet sorgte für Gaumenfreuden und ausgelassene Stimmung unter den Teilnehmern und Gästen.

Das Endergebnis selbst brachte zu guter letzt keine Überraschungen, denn die Nase vorne hatte wieder einmal das Duo Schraml/Schraml mit ihrem Dino 246 GT. Der Abstand zum zweitplazierten Team S. Klackl/Hohenegger betrug lediglich 0,17 Sekunden, also nicht einmal ein Wimpernschlag. Schraml/Schraml schafften es nach eigenen Aussagen mit konzentrierter und beherzter Fahrt am Samstag den Rückstand des Vortages (lediglich 9. Platz) wettzumachen und sich schließlich noch vor S. Klackl/Hohenegger aufs Treppchen zu stellen. Das Classic Driver Team belegte mit dem Fiat Dino 2400 Coupe nach einem für uns sensationellen Samstag (lediglich etwas über 5 Sekunden für den gesamten Tag) den zufriedenstellenden 22. Rang. Wir lernen!

Drittplazierter wurde das Team Panis/Gassner. „Pepi“, Josef Panis, konnte sich durch diesen dritten Rang mit 53 Gesamtpunkten an die Spitze des Austro Cup setzen.

Die Wachau Classic war die dritte Veranstaltung des Austro Cup. Als nächstes steht die Superfund Oldtimer Rallye Wien-Triest vom 20. bis 22. August 2004 auf dem Programm.

Zusammengefasst: Wenn man den Stimmen der Teilnehmer nach der Rallye glauben kann, dann müssen sich die Organisatoren für 2005 keine Sorgen um das Starterfeld machen, denn es werden viele, sehr viele wieder kommen – inklusive dem Team Swoboda/Stieger.

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Weitere Informationen finden Sie auf www.wachau-classic.at.

Text & Fotos: Heinz Swoboda