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VW E-Bugster Concept

VW E-Bugster Concept

Porsche Speedster, Mini Roadster – Autos mit verkürztem Dachrahmen sind in. Da will auch Volkswagen nicht hinten anstehen und präsentiert auf der NAIAS mit dem E-Bugster einen Käfer mit gechopptem Dach.

Dabei ist das Absenken des Fahrzeugshimmels keineswegs neu. Bereits in den späten 50er-Jahren legten die Jungs der Motor City Detroit Hand an biedere Limousinen und Coupés und entfernten einfach die Anstandszentimeter der Hut tragenden Gesellschaft. Ein Rezept, das auch den Beetle weit entfernt von seinem kreuzbraven Urahnen rückt. In seinem Fall senkt sich das Dach um ganze 90 Millimeter und gibt dem Volkswagen eine gehörige Portion Dynamik mit auf den Weg. Eine in die A-Säule hineingezogene Frontscheibe und die große Heckscheibe und die Retro-Streifen verändern ebenfalls das Erscheinungsbild des VW Beetle.

VW E-Bugster Concept VW E-Bugster Concept

Die Möglichkeiten zur Verwandlung waren dem populärsten Volkswagen bereits in die Wiege gelegt, denn das Konzept des E-Bugster wurde gleichzeitig mit dem Serienmodell entworfen. Und da es ja nur eine Studie ist, die Volkswagen auf der North American International Auto Show in Detroit zeigt, darf auch am Antrieb etwas gebastelt werden. So verfügt der E-Bugster unter der Fronthaube über einen 85 kW starken Elektroantrieb. Benziner oder Diesel zur Unterstützung? Fehlanzeige. Der auf beeindruckend polierten 20 Zöllern ruhende Beetle mit dem knappen Käppi surrt ausschließlich elektrisch durch die City und sprintet immerhin binnen knapp elf Sekunden auf 100 km/h.

VW E-Bugster Concept

Damit der Spaß auch häufig verfügbar ist, lädt sich der Elektro-Beetle beim Bremsen selbst wieder auf. Alternativ verträgt der E-Bugster auch alle derzeit verfügbaren Ladesysteme und kann so mit höchst erfreulichen Ladezeiten von bis zu 35 Minuten die Zweifel an der Zukunft der Elektromobilität zerstreuen. Ob Volkswagen die schicke Schale in Serie bringt, ist noch offen. Als sicher gilt es jedoch, das seine Antriebstechnik mit dem Combined Charging System bereits 2013 auch im Golf und damit vermutlich in der gesamten Plattform des Konzerns verfügbar sein dürfte.

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Das Chopping

Das Chopping, auch Top-Chop genannt, diente ursprünglich der Optimierung von Hotrod-Fahrzeugen, um Beschleunigungsrennen zu gewinnen oder auf den Salzseen im Westen der USA Geschwindigkeitsrekorde aufzustellen. Durch die verkürzten Dachsäulen war das Auto flacher und die Fensterfläche kleiner. Entsprechend reduzierten sich Gewicht und Luftwiderstand, was sich wiederum positiv auf Beschleunigung und Endgeschwindigkeit auswirkte. Heutzutage werden solche Umbauten fast ausschließlich aus optischen Gründen vorgenommen – ein gechopptes Fahrzeug wirkt durch seine angehoben Gürtellinie sportlicher und dynamischer.

Text: Sven Jürisch
Fotos: VW

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