Vintage Heuer Auktion: Die Haslinger Collection



Heuer Montreal, 1972, Ref. 110503 W, Schätzpreis: 2.900 - 4.100 Euro

Der 15. Dezember 2010 ist ein wichtiger Tag für Heuer-Sammler. Um 13 Uhr englischer Zeit kommen bei Bonhams in der New Bond Street seltene, bisweilen ungetragene Heuer–Uhren aus der Sammlung Haslinger zum Aufruf.

Der über 190 Seiten starke Hardcover Katalog ist recht imposant und ungewöhnlich für die Auktionshandbücher aus dem Hause Bonhams. Sowohl Jack Heuer, als auch der Sammler Arno Haslinger, laden Interessierte in ihren Vorworten zu einer Reise durch die bewegte Geschichte der Marke Heuer ein.

Das Inventar des Auktionskataloges umfasst die 81 historischen Heuer-Uhren, die Arno Haslinger in seinem weltweit beachteten Buch Heuer Chronographs and Motor Sports porträtierte. Selbstverständlich kommen sehr seltene Uhren, wie beispielsweise die schwarze PVD beschichtete Monaco von 1974, auf den Block. Doch erst der ungetragene Originalzustand der meisten Uhren verleiht dieser Auktion ihren besonderen Status.

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Links: Heuer Montreal, 1972, Ref. 110503 B, 2.900 - 4.100 Euro / Mitte: Heuer Autavia, 1967, Ref. 7763 MH, 2.400 – 2.900 Euro / Rechts: Silverstone, 1974, Ref. 110313 R, 4.700 - 7.100 Euro

Die Auktionsauswahl der Heuer-Zeitmesser – gerade aus den 60er und 70er Jahren – zeigt deutlich, dass die schweizerische Marke bei Rennfahrern besonders beliebt war. Auf Jo Sifferts Rennanzug und Helm prangte das Heuer-Logo, am Arm trug der Ausnahme-Rennpilot wahlweise eine Autavia, Monza oder Monaco. Selbst der bekennende Rolexträger Steve McQueen wählte für seine Rolle in dem Rennepos „Le Mans“ die quadratische Heuer. Der Perfektionist McQueen wollte die Rolle des Rennfahrers Michael Delaney so authentisch wie möglich spielen und da eben viele Rennfahrer zu der Zeit Heuer trugen, kam nur eine Heuer als Requisite in Frage.

Einige der angebotenen Uhren werden von Originalaufnahmen berühmter Rennfahrer begleitet, auf denen die Modelle am Handgelenk der Piloten zu sehen sind: Graham Hill (Autavia 1163), Jochen Rindt (Autavia 2446), Jim Clark (Carrera) und Clay Regazzoni (Silverstone).

Die Preisvorstellungen liegen zwischen 1.200 bis 1.500 Euro für eine Skipper (Ref. 15640) bis hin zu 12.000 bis 18.000 Euro für eine sehr seltene Autavia (Ref. 1163 T). Letztere ist in vollständigem Originalzustand – samt Box, Aufkleber, Armband, Papieren und der Originalrechnung. Sie gilt weltweit als die einzige Chronomatic Autavia in dieser Vollständigkeit.

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Links: Heuer Monaco, 1971, Ref. 73633 B, 3.500 - 4.700 Euro / Mitte: Autavia, 1976, Ref. 11630 GMT, 3.500 - 4.700 Euro / Rechts: Calculator, 1972, Ref. 110633, 2.400 - 3.500 Euro

Bei der Haslinger-Auktion kommen nicht nur besondere Vintage-Heuer zum Aufruf, sondern auch eine neue TAG Heuer: Die rote Silverstone Kalber 11 ist eine der Einzelanfertigungen, die von TAG Heuer zum 150. Jubiläum der schweizerischen Uhrenmarke aufgelegt wurden. Der Versteigerungserlös dieser Tribute-Uhr kommt einem wohltätigen Zwecke zu Gute.

Die Auktion startet am Mittwoch, dem 15. Dezember 2010, um 13 Uhr in der New Bond Street 101 in London. Weitere Informationen erhalten Sie unter bonhams.com oder per E-Mail von Bonhams Uhrenexperte Paul Maudsley.

Eine vollständige Angebotsliste der Auktion finden Sie hier.

Text: J. Philip Rathgen
Fotos: Bonhams



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