United Colours of Goodwood



Lord March und seine Crew präsentierten am letzten Wochenende einmal mehr ein Festival der Sonderklasse: Unter dem diesjährigen Motto ‚Racing Colours - National pride and Culture’ wurden Automobile ausgewählt, welche die typischen Merkmale ihres Schöpfers unverwechselbar verkörpern. Die spezifische Hausfarbe des Herstellers stand dabei natürlich besonders im Vordergrund – so sah man in diesen Tagen unter anderem das traditionsreiche British Racing Green gleich in mehrfacher Ausführung und ein ganzes Meer aus roten Alfa Romeo, Ferrari und Maserati.

Eine Besonderheit des Goodwood Festival of Speed stellten in diesem Jahr die zahlreichen französischen, kleinmotorisierten Rennwagen von René Bonnet, Alpine und Matra dar. Mit abstrakten Flügeln, Flossen und sehr langezogenen Heckpartien wurden die Fahrzeuge damals für die 24h von Le Mans modifiziert. Vereinzelt treten diese Unikate auch heute noch bei der Le Mans Classic auf, doch eine so große Anzahl wie an diesem Wochenende kann es definitiv nur in Goodwood geben.



Neben den Le Mans-Rennwagen waren auch zahlreiche Formel 1-Boliden aus privatem Besitz mit von der Partie. Etwas frech stellten die Organisatoren demnach fest, dass „das Starterfeld der F1-Boliden in Goodwood größer ist, als beim letzten Grand Prix in den USA“. Recht hatten sie und mehr Spannung bot ihr Auftritt obendrein. Die Präsenz der Einsitzer wurde von Grand Prix-Motorrädern, Tourenwagen und modernen Sportwagen im so genannten ‚Supercar Run’ unterstützt. Unter den Debütanten der Letzteren befanden sich in diesem Jahr der Aston Martin V8 Vantage, der Alfa Romeo Brera und der Maserati Birdcage von Pininfarina.



Ganz neu war in diesem Jahr übrigens der Zusatz einer Rallye-Etappe nah der Spitze des ‚Goodwood Hills’. Der Zweck dieser Neuerung bestand jedoch hauptsächlich darin, die Zuschauermassen an den Paddocks zu reduzieren.

Die schnellste Rundenzeit markierte in diesem Jahr Justin Law im Jaguar XJR12 ‚Silk Cut’ mit 49,22 Sekunden, gefolgt von Anthony Reid im Nissan Primera Tourenwagen, der das Ziel nach 51,22 Sekunden erreichte. Neben dem Trubel um die schnellste Zeit hielt Bonhams eine erfolgreiche Auktion, bei der insgesamt rund sechs Millionen Euro zusammen kamen. Den größten Beitrag zum Gesamterlös lieferte ein 1933er Bugatti Typ 59, der für fast zwei Millionen Euro versteigert wurde. Anbei wurden zwei weitere Grand Prix-Bugatti für die ‚Revival’-Versteigerung im September vorgestellt – dazu folgt in Kürze ein Bericht.



Nicht zuletzt deswegen sollten Sie sich das Goodwood Revival, das vom 16 bis 18 September 2005 stattfindet, dick im Kalender anstreichen. Dabei sollten Sie jedoch dringend beachten, dass die Karten nicht direkt bei der Veranstaltung, sondern nur über den Vorverkauf erhältlich sind.

Karten für das Festival erhalten Sie entweder unter der Telefonnummer +44 1243 755055 oder im Internet unter www.goodwood.co.uk.

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Text: Classic Driver
Fotos: Roger Dixon


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