
Turbulenzen beim Bergfinale der Tour Auto Lissac 2008! Auf der berühmten Hochetappe des Mont Ventoux mit seinen sieben Spitzkehren führten Eis und Schnee zum frühzeitigen Rallyeabbruch. Zwangsläufig entschied somit die vorletzte Wertung der Tour Auto, die auf der Rennstrecke Le Castellet gemessen wurde, um „Sieg oder Niederlage“. Den begehrtesten Titel der Gruppe „VHC“ sicherte sich eine schwarze AC Cobra.
Rückblick Le Castellet: Angriff der Cobra in der Gruppe „VHC“
Insgesamt verteidigten vier AC Cobra vehement die vorderen Ränge. Shaun Lynn in der Cobra mit der Startnummer 202 führte das Gesamtklassement an – mit einem Vorsprung von 28,5 Sekunden zur schwarzen Cobra mit der Startnummer 201, pilotiert von Ludovic Caron. Caron lag nach einem Blitzstart auf dem Rundkurs Le Castellet in Führung, doch Lynn schloss kurze Zeit später auf und überholte. Plötzlich hinterließ die führende Lynn-Cobra (202) Öl auf der Strecke. Lynn war gezwungen, in die Box zu fahren, Caron übernahm wieder die Führung und passierte wenige Sekunden vor dem Zweitplatzierten Frank Sytner in der Cobra Nr. 200 die Ziellinie. Platz drei sicherte sich in diesem Rennen der Porsche 904 GTS (Nr. 211) vom Team Miloe/Miloe, das damit in der VHC-Gesamtwertung auf zwei landete.

Gruppe H: Der Bergmeister
…in Charade setzte der Regen wie ein Weckruf für die Renault Alpine ein. Die kleinen französischen Sportwagen arbeiteten sich konsequent an die Spitze. In Avignon hatten sich die Piloten Erik Comas, Alain Serpaggi und Jean Ragnotti einen komfortablen Zeitvorsprung erkämpft. Dann brachte ein Getriebeschaden den Renault Alpine von Jean Ragnotti zum Erliegen. Die Verfolger, der Porsche 906 vom Team Guittard/Libes (Nr. 265) und der dahinter liegende 911 RS von Faille/Vert (Nr. 255), sicherten sich kurzerhand die ersten zwei Platzierungen. Alain Serpaggi kam auf Rang drei.

Regularity: Britische Präzision
Nachdem sie bereits 2006 (Alfa Giulia) und 2007 (Citroën Maserati) die Tour Auto dominierten gelang dem Ehepaar Linwood nun der Hattrick in einem Porsche 911 RS. Ihre weniger erfahrenen Verfolger, das Team Willis/Willis, die in Brive noch geführt hatten, belegten in der Tour Auto „Régularité“-Klasse am Ende Rang fünf. Die belgische Crew Haquette/Vanlanduyt landete auf Rang zwei, direkt dahinter – auf Rang drei – Ruston/Haylock, die letztes Jahr Zweite waren.
„Indice de Performance“
In dieser Kategorie, in der Sportwagen mit kleineren Motorisierungen zugelassen sind, siegte das Team Logan/Hampton auf einem Porsche 356 vor dem Alfa Romeo 1900 CS von Jean Sage.
Platzierungen:
VHC
1 CARON - PAYEN - AC Cobra
2 MILOE - MILOE - Porsche 904 GTS
3 WANTY - VAN DE WAUVER - Lotus XI
Gruppe G
1 GUITTARD - LIBES - Porsche 906
2 DEMACHY - DEMACHY - Ford Mustang
3 DEGLISE - PILNARD - Porsche 914/6
Gruppe H
1 COMAS - DE.SADELEER - Alpine Renault A 110
2 SERPAGGI - PREVOST - Alpine Renault A 110
3 FAILLE -VERT - Porsche 911 RSR
Régularité
1 LINWOOD - LINWOOD - Porsche RS
2 HAQUETTE - VANLANDUYT - Porsche 904 GTS
3 RUSTON - HAYLOCK - Porsche 356
Indice de Performance
1 LOGAN - HAMPTON - - Porsche 356
2 SAGE - CATHIARD - Alfa Romeo 1900 CS
3 BOISSY - COULOMBS - Austin Cooper S



Text: Jürgen Knop
Fotos: Patrick Payany
ClassicInside - Der Classic Driver Newsletter
Jetzt kostenlos abonnieren!






























