Tazio Nuvolari: Rennlegende aus Mantua

Mit der Namensgebung der Gran-Turismo-Studie von Genf erweist Audi einem der größten Rennfahrer seiner Zeit die Reverenz. Audi spannt damit zugleich den Bogen zwischen der zukunftsweisenden Technologie des Audi Nuvolari quattro und der Geschichte der Marke mit den vier Ringen die - auf der Straße wie im Rennsport - stets Stil und Sportlichkeit zugleich verpflichtet war.

Tazio Nuvolari: Rennlegende aus Mantua Mit 61 Grand-Prix-Siegen und internationalen Erfolgen war Tazio Nuvolari einer der größten Rennfahrer der Vorkriegszeit. Fast dreißig Jahre lang nahm er als aktiver Fahrer an Rennen teil, Nuvolaris Fahrkünsten verdankt auch die Auto Union Grand-Prix-Siege.

Nuvolari, 1892 in Mantua/Italien geboren, starb 1953; am 11. August 2003 jährt sich sein Todestag zum 50. Mal. Er schrieb, wie kaum ein zweiter Fahrer der ersten Jahrhunderthälfte, Rennsportgeschichte. Nuvolaris Tollkühnheit und sein spektakulärer Fahrstil wurden ebenso zu seinem Markenzeichen wie der gelbe Pullover, den er im Rennwagen stets trug. Begonnen hatte der zierlich wirkende Italiener seine Karriere auf zwei Rädern; bis 1930 blieb Nuvolari auf der Motorradpiste zu Hause, fuhr aber ab 1927 auch schon Autorennen. Er gewann zahllose Automobilrennen insbesondere für Alfa Romeo.

Tazio Nuvolari wechselte 1938 zur Auto Union, die ihre 12-Zylinder-Rennwagen vom Typ D auf Grand-Prix-Kursen und bei Bergrennen einsetzte. Sein Wechsel rettete die Rennabteilung der Auto Union aus einer schwierigen Situation, in die sie nach Rosemeyers tragischem Tod während eines Rekordfahrversuchs Ende Januar 1938 stürzte. Tazio Nuvolari war einer der wenigen, der auf Anhieb mit dem Mittelmotorwagen der Auto Union bestens zurecht kam.

Der erste Sieg gelang ihm 1938 in seinem Heimatland. Am 11. September 1938 fuhr Nuvolari beim Grand Prix von Italien in Monza als erster über die Ziellinie. Einen weiteren Platz ganz oben auf dem Podest errang er nur wenige Wochen später im englischen Donington. Tazio Nuvolari gelang dann am 3. September 1939 in Belgrad der letzte Grand-Prix-Sieg eines Auto Union Wagens überhaupt.

Ein seit zwölf Jahren alljährlich jeweils im September wiederkehrendes Ereignis ehrt Tazio Nuvolari in der Gegenwart: der Gran Premio Nuvolari, eine rund 850 Kilometer lange Gleichmäßigkeitsfahrt für historische Fahrzeuge mit Start- und Zielort Mantua, Nuvolaris Heimatstadt. Hauptsponsoren dieses stets mit zahlreichen hochkarätigen Rennwagen besetzten Events sind die AUDI AG und ihr italienischer Importeur Autogerma.

Text: Audi Presse
Fotos: Audi Presse