Studio M Cinqueporte: Fünftes Element

Im Auftrag von Studio M hat Alfredo Stola, Chefdesigner von Studio Torino, eine Art fünftürigen Shooting Brake auf Basis der Maserati Quattroporte Limousine entworfen. Die Technik unter der Karosserie des „Cinqueporte“ wird unverändert aus der Serie übernommen, nur der Innenraum soll eine individuelle Ausstattung erhalten.

Polarisierend waren die nachträglich gestalteten Steilheck-Versionen auf Basen von Coupés und Sportwagen oder auch Oberklasse-Limousinen schon immer. Fast ausschließlich wurden für diese anspruchsvollen Gestaltungsarbeiten namhafte britische oder italienische Karosserieschneider beauftragt, denen man eine stilvolle, elegante Umsetzung zutraute. Heraus kamen teils raffinierte, teils anrüchige Modifikationen, die allesamt stets für großes Aufsehen sorgten. Seinen Ursprung verdankt der Shooting Brake übrigens britischen Jägern, die den sportlichen Charakter eines Coupés auf Ausflügen ins Jagdgebiet nicht missen wollten.

Studio M Cinqueporte: Fünftes ElementStudio M Cinqueporte: Fünftes Element

Nicht weniger bemerkenswert ist Alfredo Stolas Entwurf des Cinqueporte, der bisher nur als Prototyp im Maßstab 1:4 existiert. Alfredo Stola zeichnete dem Cinqueporte eine Heckpartie, welche die Sportlichkeit und die Eleganz eines Shooting Brake vermittelt – eigentlich beschreibt die Bezeichnung „Shooting Brake“ ein dreitüriges Fahrzeug (inklusive Kofferraumklappe) mit Steilheck. Die breite C-Säule des Cinqueporte fließt nahtlos in die Dachpartie, die leicht abfallend in einer schmalen, rundum verlaufenden Heckscheibe mündet. Zudem erhielt das Auto eine muskulöse Seitenpartie, die an die Hüften des aktuellen Maserati GranTurismo erinnert. Im Innenraum soll eine umlegbare Rücksitzbank auf Wunsch einen geräumigen Stauraum für etwaiges Sperrgut beziehungsweise erlegtes Wild eröffnen.

Dass der Cinqueporte ein einmaliges Projekt, das auf speziellen Kundenwunsch entworfen wurde, bleibt, ist relativ gewiss – will man dem zukünftigen Eigner doch die Exklusivität seines Wunschautos zusichern. Für individuelle Aufträge lassen sich die italienischen Designschmieden – bei entsprechendem finanziellem Sponsoring – jedoch immer wieder begeistern – vielleicht sogar für einen weiteren Entwurf eines Quattroporte Shooting Brake.

Informationen zum Studio Torino finden Sie unter www.studiotorino.com.

Text: Jan-Christian Richter
Fotos: Studio M



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