Steve McQueens Brough Superior SS80 wird versteigert

Steve McQueens Brough Superior SS80 wird versteigert

Steve McQueen besaß hunderte von Motorrädern – die Brough Superior SS80 von 1931, die kommende Woche in Pebble Beach versteigert wird, zählte jedoch zu seinen Favoriten.

Die Brough Superior gilt rückblickend als Rolls-Royce unter den Motorrädern. Bei einer Design-Auktion von Philips de Pury im Winter 2010 war eine Brough Superior SS100 „Alpine Grand Sport“ Prototype für 600.000 bis 700.000 US-Dollar angeboten worden. Die von 1919 bis 1940 bei Brough Superior Works im englischen Nottingham gebaute Brough Superior galt zu ihrer Zeit als eines der schnellsten und exklusivsten Zweiräder auf dem Markt. Firmenchef Brough bestand darauf, jede SS100 entsprechend ihrem Modellnamen auf der Viertelmeile einmal auf 100 Meilen zu beschleunigen, bevor sie ausgeliefert wurde. Zu den erlesenen Kunden gehörte auch der Schriftsteller T. E. Lawrence, der auf seiner sechsten Brough Superoir bei einem tragischen Unfall in Dorset ums Leben kam. Heute sind die Maschinen entsprechend begehrt: Bei einer Auktion wurden bereits 340.000 Euro für eine Brough Superior gezahlt, der allererste Werksprototyp soll Gerüchten zufolge unter der Hand für 590.000 Euro den Besitzer gewechselt haben. Die Unglücksmaschine von T. E. Lawrence wird sogar auf 1,2 Millionen Euro geschätzt.

Steve McQueens Brough Superior SS80 wird versteigert Steve McQueens Brough Superior SS80 wird versteigert

Steve McQueen kaufte seine Brough Superior SS80 im Jahr 1970 und teilte sich die Maschine mit dem Künstler Van Dutch, dessen Leidenschaft für besondere Motorräder er teilte. Die beiden Freunde vereinbarten, dass die Maschine beim Tode des einen in den Besitz des anderen übergehen sollte. Noch heute befindet sich die Brough glücklicherweise in ihrem ursprünglichen, unrestaurierten Zustand. Ein Brief von McQueens Sohn Chad bestätigt zudem die Echtheit. Am 20. und 21. August 2011 kommt die Brough Superior SS80 bei einer Auktion von Gooding & Company im kalifornischen Pebble Beach unter den Hammer. Der Schätzpreis liegt bei 100.000 bis 200.000 US-Dollar.

Weitere Informationen finden sich unter www.goodingco.com.

Text: Jan Baedeker
Fotos: Pawel Litwinski/ Gooding