Stars & Stripes: Greenwood Racing Corvette unterm Hammer

Die Monterey Week naht, und RM kündigt die ersten Höhepunkte seiner großen Auktion an. Neben Ferrari, Mercedes-Benz und Porsche kommen auch echte amerikanische Ikonen unter den Hammer – wie die äußerst patriotische Stars & Stripes Chevrolet Corvette von Greenwood Racing.

Wenn es ein repräsentatives Aushängeschild für amerikanische Rennsporthistorie gibt, dann ist es die legendäre Racing-Corvette von James Greenwood. Anfang der Siebzigerjahre entstanden dank eines Sponsorenvertrags mit dem Reifenhersteller BF Goodrich drei dieser authentischen Muscle Cars für den internationalen Rennsport. Greenwoods Bruder Bert Greenwood, ein überaus talentierter Designer, entwickelte für den Renneinsatz die legendäre „Stars & Stripes“-Grafik, für welche die Rennwagen auch heute noch bekannt sind. Während zwei der drei Renn-Corvette, Startnummer 48 und 50, auf den weltweiten Rennstrecken im Einsatz waren, wurde das hier gezeigte Exemplar #49 anfangs nur zu Präsentationszwecken genutzt. Doch nachdem Nummer 50 im Jahr 1972 bei einem Unfall schwer beschädigt wurde, baute Greenwood kurzerhand das Präsentationsauto auf Rennspezifikationen auf. Im Zuge der Modifikationen erhielt #49 das standesgemäße 427er ZL-1-Renntriebwerk mit 750 PS bei 6.500 Touren sowie ein 4-Gang-Muncie-Getriebe mit kurzer Übersetzung.

Die Corvette mit der Nummer 49 wurde während ihrer aktiven Zeit von 1972 bis 1973 von namhaften amerikanischen Rennfahrern wie John Greenwood, Bob Johnson, Dick Smothers und Don Yenko gefahren. Das Auto siegte unter anderem 1972 in der GT-Klasse beim Watkins Glen Sechs-Stunden-Rennen. Im Jahr 1973 nahm #49 an den 12 Stunden von Sebring, den 24 Stunden von Daytona und den 24 Stunden von Le Mans teil. Damals stellte die Greenwood-Corvette im Qualifying auf der Mulsanne-Geraden einen Highspeed-Rekord auf: 215 mph, umgerechnet über 345 km/h!

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Die ZL-1 Corvette von Greenwood Racing soll bei der RM-Auktion am 19. und 20. August 2011 im Rahmen der Monterey Week unter den Hammer kommen. Neben einer repräsentativen Rennhistorie belegen zahlreiche originale Dokumente und Rechnungen die Historie dieses amerikanischen Rennklassikers. Im Jahr 2008 wurde das Auto beim Spezialisten Corvette Repair of Valley Stream, New York, einer Restauration auf Concours-Niveau unterzogen.

Alle drei Stars-and-Stripes-Corvettes haben bis heute überlebt, Startnummer 49 jedoch ist laut RM die am besten erhaltene. Nähere Details zu diesem Angebot finden Sie hier und unter www.rmauctions.com. Einen Überblick aller Angebote der Auktion finden Sie im Classic Driver Automarkt.

Text: Jan Richter
Fotos: ©2011 Courtesy of RM Auctions