Spada Codatronca Monza: Love it or hate it!

Der neue Spada Codatronca Monza soll geliebt oder gehasst werden – nur „nett“ soll den radikalen Rennstrecken-Sportler niemand finden. Mitte April wird die 700 PS starke und bis zu 340 km/h schnelle Profi-Barchetta in Monaco präsentiert. Wir zeigen schon jetzt erste, exklusive Bilder.

Mit dem Spada TS Codatronca ist dem italienischen Design-Altmeister im Frühjahr 2007 ein fulminantes Comeback gelungen. Zusammen mit seinem Sohn, dem Automobildesigner Paolo Spada, und dem Unternehmer Domiziano Boschi hatte der ehemalige Zagato- und BMW-Designer das Designstudio Spadaconcept gegründet. Seit 2008 wird der 630 PS starke Achtzylinder-Sportwagen mit dem futuristisch-markanten Heck in Kleinserie gebaut. Auf der Luxusmesse Top Marques de Monaco soll nun eine offene Rennversion enthüllt werden, die das Coupé leistungsmäßig in den Schatten stellt: Der 7-Liter-V8 soll eine Maximalleistung von 700 PS aufbringen und bei 4.200 Touren ein Drehmoment von 950 Nm generieren. Der nur 1.180 Kilogramm leichte Roadster soll in 3,0 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen und eine stattliche Höchstgeschwindigkeit von 340 km/h erreichen. Die Kraftübertragung erfolgt über ein Sechsgang-Getriebe. Wichtiger als rekordverdächtige Fahrleistungen, so Paolo Spada, war es den Designern jedoch, dem Gentleman Driver am Steuer ein harmonisches und freudiges Fahrerlebnis zu bereiten. Das nennt man wohl norditalienisches Understatement.

Spada Codatronca Monza: Love it or hate it! Spada Codatronca Monza: Love it or hate it!

Um die Leistung dennoch im Zaum halten zu können, ist der Spada Codatronca Monza mit einer dreistufigen Traktionskontrolle ausgestattet, die dem Fahrer bei Bedarf maximale Freiheiten einräumt. Wie der Name schon sagt, ist der Monza für die Rennstrecke gebaut. Ein neues Telemetrie-System erlaubt eine Aufzeichnung von bis zu 80 Stunden und 40 verschiedenen Datensorten, darunter der Lenkwinkel, die einzelnen Radgeschwindigkeiten, die G-Kräfte und die Rundenzeiten. Das Chassis basiert auf einem Aluminium-Rahmen mit integrierten Überrollbügeln, die Karosserie besteht aus leichter Kunststoff-Faser. Die Aufhängung lässt sich individuell anpassen, die Querstabilisatoren können sogar vorn und hinten individuell verstellt werden. Den Kontakt zur Straße hält der Monza über 19-Zoll-Felgen und Pirelli-Pzero-Corsa-Pneus (285/35/19" vorn, 345/35/19" hinten), für die nötige Verzögerung kommt eine Brembo-Bremsanlage mit 380 mm (vorn) bzw. 355 mm (hinten) großen Scheiben zum Einsatz.

Damit der Wochenend-Rennfahrer auch auf eigener Achse zur Rennstrecke seines Vertrauens reisen kann, hat das Spada-Team im Heck des Codatronca Monza sogar noch ein Gepäckfach untergebracht, in das ein exklusiv von Aznom gestalteter Koffer passen soll. Zum Preis des Spada Codatronca Monza gibt es bisher noch keine Angaben.

Text: Jan Baedeker
Fotos: Spada