Sotheby's Auktion auf Schloss Marienburg: Welfenschatz unterm Hammer

In einem zehntägigen Auktionsmarathon versteigert Sotheby’s vom 5. bis 15. Oktober 2005 mehr als 20.000 historisch wertvolle Objekte aus dem Besitz des Königshauses Hannover. In diesem zweifelsohne außergewöhnlichen Verkauf werden Objekte der Kurfürsten und Könige von Hannover sowie der Könige von England angeboten.

Vor der malerischen Kulisse von Schloss Marienburg kommen die angebotenen Schätze in rund 20 Einzelauktionen zum Aufruf. Diese Kunstgegenstände, die über Jahrzehnte in den Räumen von Schloss Marienburg eingelagert worden sind, stammen aus verschiedenen deutschen und österreichischen Häusern des Welfengeschlechts – beispielsweise aus Schloss Blankenburg und dem Schloss Cumberland. Initiator der Auktion ist Prinz Ernst–August von Hannover, der älteste Sohn des derzeitigen Chefs des Hauses Hannover. Mit dem Erlös, rund 12 Millionen Euro, soll eine Stiftung gegründet werden, die sich um den Erhalt der deutschen Kulturgüter der Familie kümmert.

Sotheby's Auktion auf Schloss Marienburg: Welfenschatz unterm Hammer Sotheby's Auktion auf Schloss Marienburg: Welfenschatz unterm Hammer

Zu den wertvollsten Objekten dieser Auktion gehört ein Paar großer St. Petersburger Vasen der kaiserlichen Porzellanmanufaktur, datiert 1842 und 1849. Der Schätzpreis für beide Kunstobjekte liegt bei 550.000 bis 750.000 Euro. Doch auch skurrile Gegenstände werden angeboten. So kommen ein Paar bronzene Salutkanonen (Schätzpreis: 7.000 bis 10.000 Euro) unter den Hammer. Etwas Einzigartiges ist auch der englische Marschallsstab mit einem Knauf aus dreifarbigem Gold. Dieser war ein Geschenk von König Georg IV an seinen Bruder Ernst–August Herzog von Cumberland (50.000 bis 100.000 Euro).

Wer am Schatz der Welfen teilhaben möchte, sollte sich auf den Weg nach Schloss Marienburg machen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.sothebys.com.

Text: J. Philip Rathgen
Fotos: Sotheby's


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