Shelby Daytona Cobra: Ziel verfehlt

Das US-Auktionshaus Mecum hatte ein Rekord-Ergebnis von acht Millionen Dollar erwartet. Doch das legendäre Shelby Daytona Cobra Coupé verfehlte bei der Auktion am vergangenen Sonntag deutlich den Reservationspreis und wurde nicht verkauft.

Der diesjährigen Frühjahrsauktion des amerikanischen Auktionshauses Mecum in Indianapolis war große mediale Aufmerksamkeit zu Teil geworden – schließlich stand am 18. Mai der wohl berühmteste Rennwagen der US-Rennsportgeschichte zum Verkauf: Das Shelby Daytona Cobra Coupé mit Chassis-Nummer CSX2601 hatte 1965 in Reims den Weltmeistertitel erkämpft und damit nach einem Jahrzehnt die Vorherrschaft von Ferrari beendet. Mecum erwartete, für die Ausnahme-Cobra ein Rekordergebnis um acht Millionen US-Dollar zu erzielen. Trotz großem Andrang und einer Vielzahl gespannter Bieter, konnte das hoch gesteckte Ziel nicht erreicht werden. Die Gebote begannen bei vier Millionen Dollar, erreichten schnell die fünf Millionen und stiegen weiters 6,5 Millionen Dollar, doch bei 6,8 Millionen Dollar war Schluss. Da der Reservationspreis damit nicht erreicht war, wurde der Shelby unverkauft aus dem Auktionssaal gerollt.

Shelby Daytona Cobra: Ziel verfehlt Shelby Daytona Cobra: Ziel verfehlt

Das Shelby Daytona Cobra Coupé war nicht das einzige Modell, das am Wochenende keinen neuen Besitzer finden konnte: Eine Cobra 289 von 1964 blieb mit einem finalen Gebot von 1,3 Millionen US-Dollar ebenso hinter den Erwartungen zurück wie eine 1963er Cobra 289 mit einem Höchstgebot von 525.000 US-Dollar und eine Cobra 427 S/C von 1966, die ebenfalls bei 1,3 Millionen US-Dollar stehen blieb. Den höchsten Preis der Auktion hat derweil ein Ford GT40 von 1966 erzielt, der für 2,3 Millionen US-Dollar unter den Hammer kam.

Text: Jan Baedeker
Fotos: David Newhardt / David Friedman / Bob Bondurand



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