Saab Aero X – Straßenjet

Mit dem konzeptionellen Sportcoupé Aero X gibt Saab auf dem Genfer Autosalon einen Ausblick auf das Design und die Technik zukünftiger Modelle. Beim Entwurf des Aero X ließen sich die Designer von der Luftfahrt inspirieren und formten eine Düsenjet ähnliche Cockpit-Kanzel. Fortschrittlich angetrieben wird der Straßenjet von ein 400 PS starken „Bio-Sechszylinder“.

Wie bei einem Düsenjet hebt sich die gesamte Cockpit-Hülle, wenn der „Pilot“ in den Aero X einsteigt. Die Türen dienen in dem Fall nur als Seitenwände, sind fest mit der Cockpit-Kanzel verbunden und schwenken mit ihr nach oben. Dieses Prinzip bietet nicht nur den wohl außergewöhnlichsten, sondern vor allem auch einen sehr bequemen Zustieg in das Innere des Coupés. Wer im Innern des Aero X Platz nimmt, dem eröffnet sich ein horizontaler Panoramablick von 180 Grad sowie – durch das gläserne Dach der Kanzel – eine ungehemmte Aussicht nach oben.

Das Know-how für diese Technik wurde den Schweden sozusagen in die Wiege gelegt, fertig Saab doch bereits seit den Dreißiger Jahren und heute unter dem eigenständigen Namen „Saab Group“ Flugobjekte für das heimische Militär. Die Automobil-Manufaktur Saab gehört zwar mittlerweile der GM-Tochter an, beweist jedoch mit dem Aero X, dass vom aeronautischen Wissen etwas hängen geblieben ist.

Die Schubkraft entwickelt ein 2,8 Liter V6-Biturbo, der mit unweltfreundlichem Bio-Äthanol gefüttert wird. In der Computersimulation errechneten die Ingenieure eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 4,9 Sekunden sowie eine elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Die Kraftübertragung an alle vier Räder erfolgt über eine Siebengang-Automatik. Ähnlich wie beim SLR McLaren wurden die Räder des Aero X in Turbinenform gegossen. Durch dieses Verfahren sollen die 22 (vorn) und 23 (hinten) Zoll großen Räder die Abfuhr der heißen Bremsluft beschleunigen und somit die Verzögerung optimieren.

Im Innenraum des Zweisitzers dominieren transparente Bereiche aus Acryl. Statt herkömmlicher Knöpfe und Anzeigen kommen graphische, dreidimensionale Anzeigen mit Touch-Mechanismen zum Einsatz. Alle Beleuchtungssysteme des Exterieurs und Interieurs basieren auf der LED-Technologie, die auch zukünftig in der Serie Einzug finden sollen. Als praktische Feature verbirgt sich hinter der normal zu betätigenden Heckklappe des Aero X ein Doppelstaufach mit ausziehbarer Schublade.

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Text: Jan Richter
Fotos: Saab


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