Rotfieber

Hockenheim sieht rot! Mehr als 1000 Ferrari, präzise aufgereiht nach Modellen und Epochen, mehr als 7000 Besucher – viele davon in roten Polo-Shirts mit gelbem Cavallo gekleidet, die durch das Fahrerlager schlenderten – und viel mehr Sonne als in den vergangenen Wochen zusammen: die Ferrari Racing Days am vergangenen Wochenende in Hockenheim zelebrierten den oktanen Kult um die legendäre Marke aus Maranello.

Normalerweise fällt man auf, wenn man in einem Ferrari vorfährt. Doch es gibt auch Veranstaltungen, bei denen diejenigen aus dem Rahmen fallen, die nicht Ferrari fahren: die Ferrari Racing Days am Hockenheimring zählen zu diesen Ausnahme-Events. Hier zählt nur eine Devise: solo Ferrari! Die diesjährige Ausgabe der Racing Days bestätigte einmal mehr ihren Ruf als magisches Treffen aller Ferrari-Enthusiasten und Highlight für Liebhaber der Traditionsmarke. In diesem glutroten Schmelztiegel automobiler Faszination kommt zusammen, was zusammengehört: rare, kostbare, mächtige und traumhafte Automobile treffen auf tiefgehende Leidenschaft. Hier feiern sich Rennfahrer, Sammler und Bewunderer aus ganz Europa.



Wohl nirgendwo sonst lässt sich die Faszination, die von Ferrari ausgeht, intensiver erleben. Und so wurde auch die diesjährige neunte Auflage der Ferrari Racing Days ein mehr als gelungenes Familienfest in rot. Mehr als 7000 Besucher feierten über das Wochenende hinweg noch einmal das 60-jährige Bestehen der norditalienischen Traditionsmarke, deren Mythos so große Strahlkraft besitzt.

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Besucher waren dabei auch Augen- und Ohrenzeugen spannendem Kundenrennsports. „Corse clienti“, wie die Ferraristi sagen - die Rennen auf dem Hockenheimring waren die letzte Saisonveranstaltung vor dem großen Finale auf der Rennstrecke in Mugello, wo vom 24. bis 28. Oktober alle Ferrarifans gemeinsam vor allem den Gewinn der Formel-1- Konstrukteursmeisterschaft feiern werden.



Zurück nach Deutschland und auf den Racetrack: Seit 1996 stehen die Ferrari Racing Days für Ferrari-Faszination und Emotion pur, denn bei keinem anderen Hersteller der Welt sind die Autos über Jahrzehnte hinweg so eng mit dem Rennsport verknüpft. Philipp Baron machte am Samstag den Auftakt des sportlichen Teils der Veranstaltung. Er gewann das erste Rennen der European Ferrari Challenge Trofeo Pirelli. Der Österreicher vom Team Baron Service kam vor dem Franzosen Ange Barde (Stradale Automobile) und dem Deutschen Björn Grossmann (Autohaus Gohm) ins Ziel. Das Rennen der Coppa Shell wurde nach einem recht spektakulärem Crash, bei dem glücklicherweise niemand verletzt wurde, in zwei Teilen ausgetragen; die Zeiten wurden dann addiert. Der Sieg ging an Angel Santos (Spanien – Cars Barcelona), vor Wido Roessler (Deutschland – Tamsen) und dem Schweizer Ronnie Kessel (Kessel Racing).

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Vorwärts in die Vergangenheit - von wegen altes Eisen, von wegen „solo Ferrari“: In der Shell Ferrari Historic Challenge gehen alljährlich atemberaubend schöne historische Fahrzeuge an den Start, darunter auch Maserati-Rennfahrzeuge, wie der legendäre Birdcage. Und die Tridenti dominierten in 2007 das Feld. Im Wettbewerb am Samtag gewannen der Deutsche Stefan Schollwoeck (1932 Maserati 4CM - Grid A) und zweimal der Brite Irvine Laidlaw: im Rennen B am Steuer eines 1957 Maserati 250 S und in der Klasse C in einem 1972 Ferrari 312 PB.



Am Sonntag verteilten sich die Siege wie folgt: Philipp Baron gewann auch das zweite Rennen der European Ferrari Challenge Trofeo Pirelli, gefolgt vom Italiener Thomas Kemenater (Rossocorsa/Pellin) und Ange Barde. In der Coppa Shell gewann der Bulgare Plamen Kralev (Rossocorsa) das zweite Rennen, vor Ronnie Kessel und Jaimie Constable (Großbritannien – Ferrari GB Dealer Team). In der Shell Ferrari Historic Challenge setzten sich der Deutsche Willi Balz (1937 Maserati 6CM - Grid A) und erneut Irvine Laidlaw in der Klasse B (1957 Maserati 250 S) und der Klasse C (1972 Ferrari 312 PB) durch.

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Neben der hitzigen Challenge-Serie brillierte auch die beliebte und in dieser Form einmalige Rennserie Ferrari F1 Clienti mit den sehenswerten „historischen“ Formel-1-Fahrzeugen, darunter viele ehemalige Boliden des Rekordweltmeisters Michael Schumacher. Sie begeisterten sowohl am Samstag als auch am Sonntag das Publikum. Die Mischung aus echtem Racing und Action geladenen Demonstrationsläufen mit kreischenden Formel-Motoren fasziniert immer wieder nicht nur eingeschworene Fans und ist eine der wichtigsten Erfolgszutaten der Ferrari Racing Days.

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Der Sonntag sah zudem einen Korso bestehend aus den limitierten Modellen Ferrari FXX, F40, F50, Enzo, 288 GTO Barchetta und Superamerica über den Hockenheimring fahren und weckte dabei bereits die Vorfreude auf die nächste Ferrari Veranstaltung - denn so ästhetisch die italienischen Ikonen bei jeder einzelnen Begegnung auch sein mögen, richtig um sich greift das Rotfieber erst, wenn die Ferrari sich zu einem Rudel zusammenrotten und über die Rennstrecke preschen. Die Fahrzeuge gehören nun mal auf die Piste. Dort sind sie in ihrem Element: am liebsten schnell. Am liebsten laut. Am liebsten rot. Basta!

Text & Fotos: Mathias Paulokat

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