RM Auctions enthüllt die Stars von Monterey

Seit nunmehr 25 Jahren lädt RM Auctions im Vorfeld des Pebble Beach Concours d’Elegance zur großen Sommer-Auktion „Sports & Classics of Monterey“. Für die Jubiläums-Versteigerung am 13. und 14. August 2010 stehen bereits ein Dutzend millionenschwere Klassiker auf der Verkaufsliste. Die bisherigen Glanzpunkte: Ein Talbot-Lago von Saoutchik und ein Delahaye von Figoni et Falaschi.

Bei der Versteigerung „Sporting Classics of Monaco“ hat RM Auctions am ersten Mai-Wochenende mehr als 33 Millionen Euro umgesetzt. Der große Erfolg der Grand-Prix-Auktion könnte nun im Rahmen der Monterey Classic Car Week fortgesetzt werden: Zum 25. Mal lädt das Auktionshaus zum Verkaufstermin „Sports & Classics of Monterey“ an die kalifornische Pazifikküste. Und obwohl der Termin noch drei Monate entfernt ist, kann RM-Vorstand Ian Kelleher bereits die ersten Consignments präsentieren. Der extravagante Star der Auktion – soviel ist jetzt schon klar – wird ein türkisfarbener Delahaye 175 S Saoutchik Roadster von 1949. Der Auftrag für die atemberaubende Karosserie stammte vom britischen Sammler Sir John Gaul – einem Mann mit unfehlbarem, aber eklektischem Geschmack. Nach dem zweiten Weltkrieg erwachten gerade die automobilen Concours zu neuem Leben, und einer der innovativsten Karosserieschneider war der Pariser Jacques Saoutchik. „Nach der Depression des Krieges gab es nur wenige Sammler mit den nötigen Mitteln und der entsprechenden Flamboyance, um ein derart exotisches Automobil wie diesen Saoutchik Roadster in Auftrag zu geben“, schwärmt Kelleher. „Für mich ist es das begehrenswerteste Coachbuilding-Automobil der Nachkriegszeit und ein wahres Meisterstück der Karosseriebaukunst.“

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Saoutchik entwarf den einzigartigen Roadster mit der Chassis-Nummer 815023 auf Basis des ersten Delahaye-Chassis, das nach dem Krieg gefertigt wurde. Mit seinen überschwelgenden Formen, dem voll versenkbaren Verdeck, der hoch getragenen Kühlernase und den geschlossenen Kotflügel, die den Wagen während der Fahrt erscheinen ließen, als fließe er über die Straße, erhob Saoutchik den Delahaye in den Rang der großen Kunst. Seinen ersten öffentlichen Auftritt absolvierte der Delahaye 175 S Saoutchik Roadster 1949 auf dem Pariser Autosalon. Im Anschluss reiste Sir John Gaul mit seinem Roadster zu weiteren Concours-Terminen in Paris, Monte Carlo und San Remo. Nach dem Schaulauf wechselte der Delahaye mehrfach den Besitzer – auch die Schauspielerin Diana Dors, damals bekannt als die englische Marilyn Monroe, hielt den Wagen für einige Zeit in ihrem Besitz. Nachdem der Saoutchik-Roadster mit seinem ursprünglichen Motor wieder vereint wurde, konnte er 2006 beim Pebble Beach Concours d’Elegance einen „Best in Class“-Sieg feiern. Den Schätzpreis nennt RM nur auf Anfrage.

Ein weiteres Highlight unter den bisher veröffentlichten Lots ist das einzigartige Talbot-Lago T150-C Lago Speciale Teardrop Coupé mit Chassis-Nummer 90034. Das automobile Kunstwerk wurde 1938 von den französischen Karosserieschneidern Figoni et Falaschi in eine faszinierende Tropfenform gekleidet. Bei dem angebotenen Exemplar handelt es sich um den einzigen Lago Speciale Teardrop mit langem Radstand. „Der Lago Speciale ist ein wunderbarer Repräsentant französischer Kreativität und Phantasie aus der Vorkriegszeit. Es entstand in der Hochphase des Art Déco und ist sicherlich eines der anmutigsten Automobile der Welt“. Das „Tränen-Coupé“ war jedoch nicht nur schön, sondern auch außergewöhnlich schnell: Im Jahr 1948 konnte der Talbot-Lago bei seinem Renndebüt bei den 24 Stunden von Spa einen beeindruckenden Klassensieg verbuchen. Nach einer aufwändigen Restauration durch RM Auto Restoration ist das Teardrop Coupé heute in perfektem Zustand – und somit bereit für die großen Concours dieser Welt. Auch hier gilt: Schätzpreis auf Anfrage.

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Unter den frühen Anmeldungen finden sich ein Packard Twelve Dietrich Coupé von 1933, ein Rolls-Royce 40/50 HP Silver Ghost „London to Edinburgh“ Tourer von 1913, ein Duesenberg Model SJ Brunn Riviera Phaeton, ein Mercedes-Benz 540K Special Cabriolet von 1936, ein Shelby Cobra USRRC Team Car von 1964 und ein Ferrari 365 GTB/4 Daytona Spyder von 1971. RM Auctions rechnet damit, für all diese Automobile jeweils mehr als eine Millionen US-Dollar einzunehmen.

Weitere Informationen zu den Early Consignments der RM-Auktion „Sports & Classics of Monterey“ finden Sie hier. Die vollständige Liste der Angebote ist im Classic Driver Automarkt verfügbar.

Text: Jan Baedeker
Fotos: RM Auctions

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