Retro Classics 2010: Jubiläum zum Jubiläum

Wenn sich der 80. Genfer Autosalon zum Ende neigt, eröffnet die 10. Ausgabe der Retro Classics ihre Messetore. Vom 12. bis 14. März 2010 bietet die Jubiläumsmesse in Stuttgart Raum für eine weitere bedeutende Feierlichkeit: Alfa Romeo wird in Stuttgart mit einem Repertoire an historischen Renn- und Sportwagen eine wahre Klassiker-Party zum 100. Markengeburtstag ausrichten. Die mobile Vielfältigkeit der Retro Classics ergänzt in diesem Jahr eine Ausstellung für elektrische Mobilität.

Während in Genf mit zukunftsweisenden Alfa-Studien der Markengeburtstag gefeiert wird, kündigt die Sonderausstellung auf der Retro Classics 2010 in der Motorsport-Halle 4 nicht weniger als 50 klassische Renn- und Sportwagen aus der Privatsammlung von Corrado Lopresto an. Außerdem werden wertvolle Modelle der Marke aus dem Alfa Romeo-Museum in Arese zu sehen sein. Die Sonderschau Alfa Romeo gilt als ein Höhepunkt der Retro Classics.

Mit den Klassikern von gestern, heute und morgen fächert die Retro Classics das gesamte Themenspektrum des Automobilbaus auf. Auch mobile Nachhaltigkeit ist ein Thema der Jubiläumsmesse und wird in gekonnter Manier mit einer Retrospektive beleuchtet. Denn bereits seit den Dreißigerjahren des 19. Jahrhunderts experimentierten Wissenschaftler und Konstrukteure mit Elektromotoren und Batterien. Einer der berühmtesten Elektrowagen, der von Ferndinand Porsche entwickelte „Lohner Porsche“, wurde im Jahr 1900 in Europa präsentiert.

Erstaunlich: In den USA vertrauten um die Jahrhundertwende vierzig Prozent der Autofahrer auf einen Elektrowagen. Benzin getriebene Fahrzeuge machten zu der Zeit gerade einmal ein Fünftel aus, lösten später jedoch durch klare Vorteile in punkto Gewicht und Reichweite die Elektroantriebe komplett ab. Dass die Elektromobilität heute, nach langem Dornröschenschlaf, ihre Renaissance feiert, ist längst bekannt – bei der Retro Classics 2010 werden in der Sonderschau „Vorwärts in die Vergangenheit – die elektrische Mobilität“ im Foyer Elektromobile aus 110 Jahren Entwicklung gezeigt.

Eine interessante Retrospektive für Porsche-Liebhaber hat Karl-Ulrich Herrmann, Initiator und Organisator der Messe, gemeinsam mit dem Hamburger Automuseum Prototyp realisiert. Zu sehen sind der erst 2009 in einer Hockenheimer Lagerhalle wiederentdeckte Rometsch Spyder sowie der Mathé Porsche „Fetzenflieger“ und der Berlin-Rom-Wagen Typ 64 aus dem Prototyp-Bestand. Als Hommage an den legendären Porsche 550 Spyder feiert der neue Boxster Spyder auf der Retro Classics seine Deutschland-Premiere.

Last but not least floriert die Retro Classics natürlich als Marktplatz für Klassiker und Youngtimer. Neben den Angeboten der ausstellenden Classic Driver-Händler sei „Garagengoldsuchern“ ein Gang in die Halle 6 empfohlen, wo die Privatanbieter ihre Schätze veräußern werden. Außerdem lädt das Auktionshaus Lankes am 12. und 13. März 2010 zur Versteigerung. Unter den Hammer kommt ein breites Spektrum von günstigen Youngtimern, jungen Renn- und Sportwagen sowie hochwertigen Klassikern.

Wer nicht zur Messe erscheinen kann, hat erstmals die Möglichkeit, die Retro Classics live im Internet zu verfolgen. Die Messe wird von Oldtimer-TV per Live-Stream direkt ins Netz übertragen. Zur Nachverfolgung klicken Sie hier.

Weitere Informationen zur Retro Classics finden Sie unter www.retro-classics.de.

Text: Jan Richter
Fotos: Retro Promotion



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