Rennbericht: Runde 2 des European F2 Club auf dem Salzburgring

Am vergangenen Wochenende startete auf dem Salzburgring die 2. Runde der European F2 Club-Meisterschaft. Die Wetter-Götter waren in diesen Tagen nicht gnädig gestimmt und bestraften die Piloten mit nasskaltem Wetter. Während des freien Trainings am Freitag kam Philip Harper (F) mit seinem Ralt RT1-BMW (2 Liter) von der Strecke ab und beschädigte Nase und Kühler. Mit Hilfe von Tony Thomson, der ausreichend Ersatzteile für sein Auto dabei hatte, konnte Philip alles reparieren und war im Qualifying für das erste Rennen Schnellster. Dahinter folgten Chris Alford (GB), der auf seinem Tecno T69 die 1600cc-Kategorie anführte.

1. Rennlauf
Es ist bekannt, dass Regen ein Gleichmacher ist – sogar auf einer schnellen Strecke, wie dem Salzburgring, waren die schwächeren 1600cc- den 2-Liter-Autos ebenbürtig. Mayer hatte Probleme mit seiner Regenfelge und bewegte sich langsam auf dem Parcours. Beim Rennen am Nachmittag regnete es in Strömen und die Sicht war durch die Wasserfontainen der Reifen gleich null. Nach der Einführungsrunde kam Thompson zu den Boxen, um nicht das Risiko eines Unfalls herauszufordern.

Harper hielt beim Start die Drehzahl zu niedrig und würgte den Motor ab, so dass Colibet vor Alford die Führung übernahm. Alford war Colibet dicht auf den Fersen. Er wählte nach der Gegengeraden die innere Linie für die schnelle Rechtskurve, übernahm die Führung und baute sie aus. In der Zwischenzeit hatte Harper seinen Motor wieder zum Laufen gebracht und schnitt seinen Weg wie ein heißes Messer in der Butter durch das Feld. Er „flog“ bis auf den zweiten Platz, doch Alford hatte mit freier Sicht nach vorn bereits eine 20 Sekunden Führung herausgefahren. Alford nahm seinen Fuss leicht vom Gas weg und ließ Harper näher kommen. Am Ende war die Differenz zwischen den beiden nur 0,35 Sekunden.

Das miserable Wetter und die schlechte Sicht hatte keine Nahkämpfe erlaubt, aber mit Ausnahme von Markwalder, der die Kontrolle über seinen Brabham in der letzten Runde verlor, sich drehte und die Barriere touchierte und Ledamum, der nach der ersten Runde mit Motorenproblemen aufgab, waren alle glücklich, das Rennen mit unbeschädigtem Fahrzeug beendet zu haben.

Colibet ergatterte den letzten Platz auf´s Podium und Mike Barnby freute sich sehr über seinen 4. Platz. Sufryn gewann als einziger Starter in der Atlantic Klasse nachdem Mayer nicht zum Rennen erschienen war. Chris Alford war mit seinem Gesamtsieg in seinem 1600cc Tecno sehr glücklich. Studer und Nef belegten den Zweiten und Dritten Platz in dieser Klasse, während Harper, Colibet und Barnby die ersten drei Plätze in der 2-Liter-Klasse erzielten.

2. Rennlauf

Das Wetter war beim zweiten Qualifiying noch viel schlechter – es goss wie aus Eimern. Nach zehn Minuten fing es an zu hageln und zu schneien! Harper hatte Motorenprobleme – vermutlich durch ein krummes Ventil. Studer fuhr souverain und war der Schnellste in seinem Lotus. Diesmal war Alford fast eine Sekunde langsamer als Studer und Nef. Sie belegten die ersten drei Plätze, eine wahre 1600cc-Domaine. Die 2-Liter-Autos folgten in der Reihenfolge Thompson, Barnby und Colibet.

Überraschenderweise war die Strecke für das Nachmittags-Rennen trocken, aber ob es trocken bleiben würde, war allen ungewiss. Studer pokerte als Einziger mit Regenreifen. Das rote Licht erlosch, Alford machte einen guten Start, Studer verschaltete sich. Doch Alfords Führung war nicht von langer Dauer. Tony Thompson übernahm auf der langen Gegengeraden mit seinem 50 PS starken BMW die Führung und hielt sie bis ins Ziel. Alford versuchte vergeblich seinen zweiten Platz gegen Colibets BMW-Power zu verteidigen.



Walter Nef hatte die Strecke und seinen March voll im Griff, so dass Alford regelmässig in seinen Rückspiegel schauen musste. Studer wurde nach hinten durchgereicht, seine Reifenwahl machte ihm auf der trockenen Strecke zu schaffen. Barnby fuhr in seinem Modus auf Platz 5. Inzwischen hatte Ledamun endlich sein Motorenproblem gelöst und konnte dieses Rennen regulär beenden. Die ersten drei in der 2-Liter-Klasse waren Thompson, Colibet und Barnby. In der 1600cc-Klasse gewann Alford, dahinter Nef auf Platz zwei, Studer kam auf den 3. Platz. Chris Alford hält mit diesem Sieg die Führung in der Gesamtwertung der 1600cc-Klasse.

Weitere Informationen zu dieser Rennserie erhalten Sie unter www.europeanf2.com.










Text & Fotos: European F2 Club