Radical LMP2 SR9: F1 for Privateers

Der neue Prototyp LMP2 SR9 aus dem Radical-Rennstall kündigt Highspeed für die Saison 2006 an. Mit Unterstützung von Peter Elleray, der schon für die Konstruktion der siegreichen Le Mans Bentley verantwortlich war, entwickelten die britischen Ingenieure einen extrem leichten Rahmen und eine aerodynamisch äußerst effiziente Karosserie. Beschleunigen lässt sich das rund 750 kg leichte Gesamtpaket – dank eines 525 PS starken Achtzylinder – in kompromissloser F1-Manier.

Mit dem SR9 bietet Radical, treu der firmeneigenen Philosophie, wieder ein außergewöhnliches Preis-/Leistungsverhältnis an. Dabei schlagen das Chassis mit bis zu 130.000 Pfund und das gesamte Antriebspaket mit 30.000 Pfund zu Buche – ein Schnäppchen im Vergleich zu anderen Rennwagen dieser Klasse, meint Radical-Mitgründer Mick Hyde. „Wir glauben, mit diesem Konzept weitaus mehr „Privateers“ (private Rennteams) für die Prototypen-Klasse zu begeistern – besonders jene, denen diese Rennserie bisher zu teuer war.“

Das Monocoque des Rennwagens basiert auf einer Aluminium-/Karbon-Verbundkonstruktion, die inklusive Außenhaut und V8-Block nicht mehr als 750 kg wiegen soll. Basis für den Achtzylinder bietet das Aggregat des SR8, ein naher Verwandter des LMP2. Für den neuen Prototyp erweiterten die Ingenieure den Hubraum des V8 auf 3,4 Liter, so dass der SR9 maximale 525 PS bei 11.350/min leistet.

Das Design des LMP2 SR9 enthält einerseits die unverkennbaren Formen eines jeden Radicals, birgt jedoch anderseits fremde Design-Akzente: Die vorderen Lufteinlässe erinnern an die der Le Mans Bentley, während die Karbon-Cockpitverkleidung vom Ferrari 333SP abgeleitet wurde.

Der erste LMP2 SR9 soll im Frühjahr 2006 vorgestellt werden.

Mehr Informationen unter: www.radical-deutschland.de

Text: Jan Richter
Foto: Radical


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