Rückblick: Begeisterte Zuschauer und Teilnehmer bei der „Langenburg Classic“ 2004

„Die Langenburg Classic 2004 war ein phantastischer Erfolg“, freuen sich Klaus Weckler, Klaus Groninger und Heiner Großeibl, Veranstalter des Oldtimer-Events in Hohenlohe. Allein zum Bergtag am Sonntag kamen schätzungsweise rund 10.000 Besucher, um Rennsportatmosphäre pur zu schnuppern...

Die beiden Hamburger, Thomas Senn und Ivonne Birkenhölzer, wiederholten ihren Vorjahressieg mit einem MG Coupé, Baujahr 1957, in der Gesamtwertung der Veranstaltung. Sie schnitten auch in der sportlichen Wertung der 300 Kilometer langen Oldtimer-Rallye am Samstag am besten ab. Auf den zweiten Platz in der Gesamtwertung kamen Oliver und Peter Koch mit einem Triumph TR 4, Baujahr 1963. Die besten Fahrer aus der Region Heilbronn-Franken, Winfried Pfund und Gerhard Wiedmann mit einem Triumph TR 3A, Baujahr 1961, kommen aus Talheim (Landkreis Heilbronn). Die besten Hohenloher in der Gesamtwertung waren Dieter Klaiber und Werner Neugebauer (Öhringen) mit einem Alfa Romeo Touring Spider 2600, Baujahr 1966, auf dem 9. Platz.

Rückblick: Begeisterte Zuschauer und Teilnehmer bei der „Langenburg Classic“ 2004 Obwohl es zeitweise recht kalt war, strömten am Sonntag schätzungsweise rund 10.000 Besucher aus ganz Deutschland an den zwei Kilometer langen Bergkurs zwischen Bächlingen und Langenburg, um spannende Rennen zu erleben. Dicke Strohballen entlang der Strecke machten den Zuschauern klar, dass sie sich auf pfeilschnelle Fahrzeuge freuen konnten, die einst in der Formel 2, der Formel Ford, der Formel V oder – wie der Silberpfeil von Mercedes – in der Formel 1 am Start waren. Aber auch die sportlich aufgerüsteten Tourenwagen und die noch älteren Rennwagen aus der Vergangenheit waren sehenswert. Szenenapplaus bekam Peter Trunk vom Mannheimer Automuseum Dr. Carl Benz, als er mit seinem 40 PS starken Bouton der Marke De Dion aus dem Jahr 1908 – deutlich langsamer als alle anderen Starter – den Berg nach Langenburg hinauffuhr. Und auch nach dem Start war das wunderschöne alte Fahrzeug zum Träumen von interessierten Besuchern umlagert.

Rückblick: Begeisterte Zuschauer und Teilnehmer bei der „Langenburg Classic“ 2004Rückblick: Begeisterte Zuschauer und Teilnehmer bei der „Langenburg Classic“ 2004

Auf die Geschwindigkeit kommt es beim „Bergtag“ am Sonntag gar nicht an. Nicht der Schnellste gewinnt, sondern der Fahrer, der die beiden Wertungsläufe möglichst in exakt der gleichen Zeit absolviert. Das schafften mit nur einer Hundertstel Sekunde Unterschied der Badener Rolf Hartmann aus Ubstadt-Weiher mit einem 1964 gebauten Formel-V-Rennwagen und Margit Aumüller aus dem fränkischen Schönbrunn mit einem Fiat Abarth Bergspider.

Nicht ganz so gut lief es für die beiden bekanntesten Rennfahrer am Start, Paul Ernst Strähle und Eberhard Mahle. Strähle (Schorndorf) wurde mit Jürgen Herzog (Pfedelbach) 17. der Gesamtwertung. Mahle belegte bei der Berggleichmäßigkeitsprüfung am Sonntag mit Peter Steng auf einem Porsche Speedster 1600 GT den 22. Platz. Der Schweizer Kurt Buess mit einem March Rennfahrzeug aus dem Jahr 1971 war der Schnellste. Er brauchte für die zwei Kilometer lange kurvige Bergstrecke nur eine Minute und sieben Sekunden – und war damit fast doppelt so schnell wie Eberhard Mahle.

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Bei der touristischen Wertung der „Langenburg Classic“ am Samstag bewiesen die Sponsoren ihr fahrerisches Können. Christian Sigloch und Anja Stapf (Künzelsau) mit einem 1956 gebauten Mercedes 300 SL von der Sigloch-Gruppe und die für Gemü startenden Arne Haag und Cosima Rumold (Künzelsau) mit einer blauen Isetta 600, Baujahr 1958, schnitten am besten ab, gefolgt von Rudolf Ebert (ebenfalls Gemü) aus Langenburg mit einem NSU Ro 80 aus dem Jahr 1976. Helmut Sigloch wurde mit seinem Rolls Royce von 1925 13., Fritz Müller kam mit dem Mercedes Stuttgart von 1931 auf Platz 15.

Mit rund 270 Fahrzeugen erzielte die „Langenburg Classic“ 2004 einen neuen Teilnehmerrekord. Bis auf Klaus Bischof vom Porsche-Museum, ein Freund der „Langenburg Classic“, der mit seinem Fahrzeugen an einem historischen Rennen in den USA teilnahm, waren fast alle gemeldeten Teilnehmer am Start.








Text & Fotos: Langenburg Classic