Rückblick – 48. Rallye des Aples 2004

Auch in diesem Jahr kamen die Teilnehmer aus der ganzen Welt, unter anderem aus den U.S.A., Argentinien, Lettland- oder auch Zimbabwe. Der Sieg ging an das belgische Team Schrauwen/Schrauwen auf einem BMW 328, Baujahr1937 vor dem britischen Team Jackson/ Murray das mit einem Maserati 3500 GT Baujahr 1961 an den Start ging. Den dritten Platz erzielte ebenfalls ein belgisches Team. Stelloo /Schroyen heißen die drittplazierten sie starteten auf einem BMW 328 Baujahr 37.

Die Rallye des Alpes Historique kann auf eine lange und bewegte Geschichte zurückblicken ebenso wie viele ihrer teilnehmenden Automobile. Von denen haben sich einige der Herausforderung schon vor 50 Jahren als Neuwagen gestellt. Zur Rallye zugelassen waren automobile Klassiker, die zwischen 1919 und 1963 gebaut wurden. Jede Etappe der Rallye des Alpes beträgt 250 bis 350 Kilometer. Um auch Anfängern Gelegenheit zu geben, alles über das Road-Book und das Reglement zu lernen, fand vor der Rallye eine Einführung mit anschließender Mini-Rallye statt. Das soll auch nach Angaben des Veranstalters fester Bestandteil für die kommenden Jahre werden.

Die Organisatoren und das gesamte Rallye des Alpes-Team sorgten wieder einmal dafür, dass es den Piloten, Co-Piloten und den Automobilen, an nichts fehlte. So begleiteten vier Mechanikermannschaften das Teilnehmerfeld um Tag und Nacht alle größeren und kleineren „Wehwehchen“ an den Preziosen behandeln zu können. Ein besonderer Service war das Gepäckshuttle. Da der Stauraum bei den meisten Roadstern bekanntermaßen recht klein ausfällt, wurde das Gepäck der Fahrerteams in einem Laster zum nächsten Etappenziel transportiert.

Phantastische Hotels und alpine Stationen, wie das Bürgenstock in Luzern oder das Suvretta House in St. Moritz warteten auf den Besuch der motorisierten Alpinisten - die Qualitäten eines Bergsteigers sollte man für das Bestehen dieser Rallye allerdings mitbringen. Die Strecke führt über legendäre und schwierige Pässe, aber sie führt auch durch malerische Landschaften. Allerdings immer weit ab von Autobahnen und Massentourismus. Wem geht nicht das Herz auf bei Namen wie Timmelsjoch, Stilfser Joch, Grödner Joch , Silvretta Hochaplenstrasse, Livignosee....

Weitere Stationen waren Ischgl und St. Moritz, wo jedem Teilnehmer am Etappenende ein Glas Champagner gereicht wurde. Besonders beeindruckt zeigten sich die Teilnehmer bei der Einfahrt nach Garmisch-Partenkirchen, wo sie namentlich vom dort ansässigen Automobilclub begrüßt wurden.

Interessenten sollten sich für das nächste wieder eine Juli-Woche frei halten, dann fällt der Startschuss zur 49. Rallye International des Alpes Historique 2005.

Text: J. Philip Rathgen
Fotos: Rallye des Aples



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