Prototyp Hamburg zeigt Stromlinien-Fahrzeuge

Vorsicht, Stromlinie! Ab dem 24. Januar 2009 verwandelt sich das Museum Prototyp zum historischen Windkanal. Unter dem Titel „100 Jahre gegen den Wind“ rollen 25 bedeutende Stromlinienfahrzeuge in die Hamburger Speicherstadt, darunter der berühmte 1939er Porsche Typ 64 Berlin-Rom-Wagen, der direkte Vorgänger des Porsche 356.

Mit der Sonderausstellung zum Thema Aerodynamik im Automobilbau greift Prototyp Hamburg ein brand aktuelles Thema auf. In Zeiten strenger Emissionsverordnungen spielt die Aerodynamik eine wesentliche Rolle, um den Kraftstoffverbrauch und damit den CO²-Ausstoß zu senken. Prototyp zeigt in seiner Ausstellung die automobilen Pioniere auf diesem Gebiet. Einer der Interessantesten ist sicher der Porsche Typ 64, dessen genaue Bezeichnung VW Typ 60 K 10 lautet. Von diesem Stromlinienfahrzeug, mit dem 1939 eine Fernfahrt von Berlin nach Rom geplant war, wurden zwischen 1938 und 1939 nur drei Exemplare gebaut. Der einzig Überlebende der Drei wird nun erstmals in einem Museum gezeigt.

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Ebenfalls einsamer Überlebender einer seltenen Spezies (nur zwei wurden gebaut) ist der Lancia Aprilia Aerodinamica von Battista Pininfarina, der 1938 mit der Startnummer 72 an der Mille Miglia teilnahm. Ebenfalls aus dem Jahr 1938 stammt das skurrile „Göttinger Ei“, das einen sensationellen CW-Wert von 0,14 aufwies. Den Brückenschlag zur Moderne macht das Konzeptfahrzeug „Greenpeace SMILE – Small, Intelligent, Light, Efficient“ von 1996, das vom Greenpeace-Projektleiter Wolfgang Lohbeck persönlich vorgestellt wird.

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Neben den insgesamt 25 Exponaten, darunter Versuchswagen (Kamm, Koenig-Fachsenfeld), Serienfahrzeuge (Tatra), Schwimmwagen (Trippel) und Rekordwagen (MB C111), wird die Ausstellung durch vielfältiges Informationsmaterial, Windkanalmodelle und Original-Fotos ergänzt. Prototyp bietet zudem interessierten Gruppen, wie Clubs, Schulklassen oder Hochschulen, Vorträge und Führungen zum Thema an.

Die Sonderaustellung beginnt am Samstag, den 24. Januar 2009, um 12.00 Uhr mit einem Symposium, moderiert von namhaften Referenten und mit einer bandbreite an Themen. Neben dem bereits genannten Greenpeace-Projektleiter Lohbeck befinden sich unter den Referenten: Malte Jürgens (Chefredakteur Motor Klassik), Ralf J. F. Kieselbach (Fachautor), Dr. Gerhard Wickern (Audi AG), Dr. Fritz Lehthaus (ehem. DLR) und Sigfried Loose (DLR). Anmeldungen für das Symposium werden per Fax an 040/39 99 69 89 oder eMail [email protected] entgegen genommen. Der Eintritt kostet pro Person (inklusive Getränke, Kaffee und Kuchen) 15,00 Euro.

Die Ausstellung „Stromlinie“ läuft bis einschließlich 25. März 2009. Weitere Informationen finden Sie unter: www.prototyp-hamburg.de

Text: Jan-Christian Richter
Fotos: Prototyp



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