Porsche Turbo von H&R – Projekt 400 km/h plus

Mit einem Porsche 911 Turbo soll unter der Leistung des Tuningspezialisten H&R der Geschwindigkeitsrekord des Bugatti Veyron eingestellt werden. Dafür wurden Karosserie und Triebwerk des Turbos komplett neu gestaltet. Mit einem „Flachdach“ und über 1000 PS soll die so genannte „Mission 400 Plus“ perfekt werden.

Die magische 400 km/h Grenze zu knacken, steht – seit der ersten Rekordfahrt des Bugatti Veyron – auf der Prioritätenliste der weltweit besten Tuningfirmen. Anlässlich der Essen Motorshow stellt nun ein Spezialistenteam aus H&R, Jürgen Alzen Motorsport und der Tuningschmiede RS seinen potenziellen Anwärter für einen Rekordversuch vor. Das auf Basis des aktuellen Porsche 911 Turbo entwickelte Kraftpaket soll schon in der ersten Jahreshälfte 2007 in Nardo mit Rennfahrer Jürgen Alzen am Steuer zum Rekordversuch starten.

Die Modifikationen in Kürze

Porsche Turbo von H&R – Projekt 400 km/h plusPorsche Turbo von H&R – Projekt 400 km/h plus

Dem stärksten Gegner im Hochgeschwindigkeitsbereich, der Luftwiderstand, wirken die Ingenieure zum einem mit purem Gegendruck, zum anderen mit einer kompletten Aerodynamikoptimierung entgegen. Dafür wurde das Dach des Coupés um 75 Millimeter abgesenkt und die A-Säulen inklusive Frontscheibe um 5,5 Grad abgeflacht. Hinzu kommt ein überarbeitetes Hightech-Fahrwerk, das die Karosserie nochmals absenkt. Eine lang gezogene Heckpartie sorgt für noch mehr Stabilität, die tief liegende Frontschürze fördert den Abtrieb auf der Vorderachse und verhindert, dass der Turbo zum Flug ansetzt.

Porsche Turbo von H&R – Projekt 400 km/h plusPorsche Turbo von H&R – Projekt 400 km/h plus

Die nötigen Kraftreserven hält der von 3,6 auf 3,8 Liter aufgebohrte Sechszylinder-Boxermotor bereit. Und auch sonst wurde alles einfach etwas größer ausgelegt – die Turbos, die Ladelüftkühler, die Ansaug- und Auslasskanäle. Mit angepasster Motorsteuerung leisten die sechs Hochleistungszylinder bei 1,5 bar Ladedruck 1.054 PS und 1.030 Nm Drehmoment. Das gewaltige Drehmoment wird über eine Rennsportkupplung an die Hinterräder geleitet.

Wir warten gespannt auf den großen Showdown in Nardo und werden selbstverständlich ausführlich berichten.

Text: Jan Richter
Fotos: H&R



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