Porsche im Gelände: Weihnachten der dritten Art

Ein Porsche fürs Gelände ist eigentlich nichts Neues. Unvergessen ist der Supersportwagen und Technologieträger 959, mit dem Porsche die Rallye Paris-Dakar 1986 dominierte und die Plätze 1, 2 und 6 errang. Entscheidend für diesen und andere Siege abseits des Asphalts war schon damals der überlegene Vierradantrieb. Zusätzlich zum Allradantrieb wurde eine geschwindigkeitsabhängige, hydropneumatische Niveauregulierung eingebaut. Diese ermöglichte dem Fahrer eine den Gegebenheiten entsprechende Fahrwerksabstimmung. Er konnte mit dieser technischen Finesse die Bodenfreiheit per Knopfdruck selbst auswählen.

Der Cayenne S

Porsche im Gelände: Weihnachten der dritten Art Es bestehen also durchaus Verbindungen zu unserem Weihnachtsgeschenk, das vom Raffay Porsche Zentrum Hamburg kurzfristig zur Verfügung gestellt wurde: Der Porsche Cayenne S. In Kristallsilbermetallic ist dieses „Perfect Gift“ das Traum-Weihnachtsgeschenk jeder hanseatischen Ehefrau. Gerade bei Eis und Schnee gibt es keine schönere Möglichkeit, die Kinder vom Hockey-Training beim „Der Club an der Alster“ abzuholen (In welchen Porsche passen schon 5 Personen?). Wenn die Familie am Wochenende eine Bootstour machen möchte, dient der Cayenne auch als Zugpferd; insgesamt 3,5 Tonnen Last kann der „dritte Porsche“ mühelos bewegen. Oder vor der Prada-Boutique die Höhenverstellung auf Beladungsniveau stellen, damit der Verkäufer die Tüten einladen kann.

Beim Cayenne S gibt es auf Wunsch eine Luftfederung mit Niveauregulierung und Höhenverstellung, die dem Fahrer die Möglichkeit gibt, über eine Schalterwippe die Bodenfreiheit in sechs Stufen zu regulieren. Das gibt auch Sinn, wenn man mit dem Cayenne S mit Tempo 240 km/h auf der Autobahn unterwegs ist.

Porsche im Gelände: Weihnachten der dritten Art Der Cayenne ist also ein echter Porsche und vor allem ein Sportwagen mit Rennstrecken-Technologie, der für die Straße gebaut wurde. So mögen sich die Porsche-Ingenieure aus Weissach erneut gedacht haben: „Nur wer immer wieder das Unmögliche versucht, wird das Mögliche erreichen.“ Und haben das Herz des Cayenne mit einem 4,5 Litern starken V8-Motor bedacht. Die V8-Motoren unterscheiden sich völlig von den 6-Zylinder-Boxermotoren aus dem 911 und dem Boxster. Daher musste der Motor von der ersten Schraube an völlig neu entwickelt werden: 32 Ventile und ein Zylinderbankwinkel von 90 Grad sorgen beim Cayenne S für 250 kW (340 PS) und einer Beschleunigung von 7,2 Sek. von 0-100 km/h.

Porsche im Gelände: Weihnachten der dritten Art Ein „Hingucker“ ist er allemal und so wird man ihn in Zukunft auch eher auf Flaniermeilen großer Metropolen antreffen, als abseits der Straße. Ob auf dem Hamburger Jungfernstieg oder im exklusiven Skiort St.Moritz; der Cayenne S zieht die Blicke auf sich. Wird der Cayenne S einmal geparkt, bildet sich in Sekunden eine Menschentraube, die ein erneutes Wegfahren zum kleinen Problem werden lässt. Vielleicht liegt es auch daran, dass viele „Schaulustige“ sich schon einmal auf Ihre eigene Bestellung einstellen. Der Cayenne Turbo wird nämlich in der großen Masse erst Anfang 2003 ausgeliefert.

Text: Philipp Stodtmeister
Fotos: Fabian Vergallo Schmid