Porsche Cayenne S Transsyberia – Osterweiterung

Porsche schickt den Cayenne nach Sibirien: Der Porsche Cayenne S Transsyberia, eine Spezialversion mit erweitertem Gelände-Gen und Wettbewerbsausrüstung, geht Anfang August bei der Transsyberia Rallye an den Start. Premiere feierte das Sondermodell bereits überraschend auf der AMI in Leipzig.

Startpunkt der Transsyberia Rallye ist Moskau. Vom 2. bis 19. August führt ihre 6.200 Kilometer lange Route quer durch Sibirien bis zum Ziel in Ulaanbaatar, in der Mongolei. Bereits im letzten Jahr haben zwei Privatteams auf eigene Faust mit einem Porsche Cayenne S an der Transsyberia Rallye teilgenommen und die ersten beiden Klassenplätze belegt. In Anlehnung an diesen ersten motorsportlichen Erfolg der Geländewagenbaureihe entwickelte Porsche kurzerhand die gleichnamige Rallyeversion Cayenne S Transsyberia, die speziell für den Kundensporteinsatz modifiziert wurde.

Technisch ändert sich wenig im Vergleich zum herkömmlichen Cayenne S: Als Antrieb dient der 4,8 Liter Serienachtzylinder mit 385 PS bei 6.200/min und 500 Nm bei 3.500/min. Der Cayenne S Transsyberia erhält lediglich eine gewichtsreduzierte Sportabgasanlage, ein Tiptronic-S-Getriebe mit verkürzter Achsübersetzung für gesteigertes Spurtvermögen und eine „für den Geländeeinsatz optimierte Getriebesteuerung“.

Zur Steigerung der Offroad-Fähigkeiten wurde eine Quersperre eingebaut und die Doppellenkervorderachse mit verstärkten Querlenkern ausgestattet. Offroad-Grip versprechen Grobstollenreifen in der Dimension 255/55 R18, die bis zu einer Geschwindigkeit von 190 km/h zugelassen sind. Die maximale Wattiefe bei Wasserdurchfahrten beträgt beim Transsyberia – dank serienmäßiger Luftfederung – bis zu 75 Zentimeter. Gegen Wassereinbruch wurden zudem Karosserie und Türen bis zur Höhe der Seitenfenster abgedichtet. Die Ansaugluft des Motors strömt durch einen flexibel einsetzbaren Luftfilter-Schnorchel aus wassersicherer Dachhöhe ins Triebwerkinnere. Statt der serienmäßigen Fußfeststellbremse wurde eine Handbremse verbaut, mit der das Auto in engen Kehren zum Übersteuern gebracht werden kann. Auf dem Dach sind vier Zusatzscheinwerfer montiert und für besonders schwierige Geländepassagen und zur Bergung anderer Fahrzeuge verfügt der Cayenne S Transsyberia über eine abnehmbare Seilwinde.

Porsche Cayenne S Transsyberia – OsterweiterungPorsche Cayenne S Transsyberia – Osterweiterung

Die Fahrgastzelle des Offroaders wird von einem massiven Sicherheitskäfig geschützt. Für das umfangreiche on-board Equipment, wie Reservekanister und –räder, Transportboxen, Zelte, Klappspaten und vieles mehr, musste die Rücksitzbank weichen. Anstelle des Handschuhfaches wurde ein Tripmaster-Computer installiert, der dem Co-Piloten bei der Ermittlung der Wegstrecken zwischen einzelnen Navigationspunkten hilft.

Der Cayenne S Transsyberia soll vorerst in einer Kleinserie von 26 Fahrzeugen produziert werden. Erhältlich ist das Sondermodell nur in den Lackierungen Basaltschwarzmetallic oder Kristallsilbermetallic, in Kombination mit der Kontrastfarbe Orange.



Einen ausführlichen Bericht lesen Sie demnächst unter der Rubrik ‚Auto der Woche’.

Text: Jan Richter
Fotos: Porsche



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