Porsche 911 GT3 RSR: Mit Perfektion zum Sieg

Porsche schickt den schnellsten Renn-Elfer gestärkt in die neue Saison: Mit größerem Hubraum und verbesserter Aerodynamik soll der Porsche 911 GT3 RSR in diesem Jahr die internationalen Langstreckenrennen der GT2-Klasse dominieren.

Der Porsche 911 GT3 RSR ist neben dem GT3 Cup und dem GT3 Cup S der dritte und schnellste Rennwagen auf Neunelfer-Basis. Im vergangenen Jahr hatte der RSR bereits in der American Le Mans Series und bei den 24 Stunden am Nürburgring Siege erzielt. Um die Erfolge von 2008 in diesem Jahr noch überbieten zu können, wurde der Porsche 911 GT3 RSR im Rennsport-Entwicklungszentrum im schwäbischen Weissach noch einmal komplett überarbeitet. Bereits auf den ersten Blick unterscheidet sich das aktuelle Leichtbau-Modell von seinem Vorgänger durch eine neue, von tiefen Entlüftungsfurchen durchzogene Frontpartie. Die sogenannten Louvers weisen auf eine komplett veränderte Luftführung der Kühler hin, die durch eine neue Architektur der optionalen Klimaanlage notwenig wurde.

Porsche 911 GT3 RSR: Mit Perfektion zum Sieg Porsche 911 GT3 RSR: Mit Perfektion zum Sieg

Im unteren Heckbereich wurde die Aerodynamik erneut verbessert, zudem lässt sich der neue Heckspoiler variabler einstellen als bisher. An Fahrdynamik gewinnt der 911 GT3 RSR auch durch eine gewichtsoptimierte Bremsanlage und einen leichteren Kabelstrang. Für ein Plus an Leistung sorgt die Hubraumerweiterung des Sechszylinder-Boxermotors von 3,8 auf 4,0 Liter. Nach einer erneuten Reduzierung des Luftmengenbegrenzers für die Saison 2009 leistet das Triebwerk nur 450 PS bei 7.800/min sowie ein maximales Drehmoment von 430 Nm bei 7.250/min. Der Drehzahlbegrenzer greift bei 9.000/min. Indem das Drehzahlniveau bei gleicher Leistung deutlich reduziert werden konnte, wurde auch der Drehmomentverlauf des Motors optimiert. Als Resultat nennt Porsche eine verbesserte Fahrbarkeit.

Im Cockpit gibt es ab sofort eine Anzeige, die den Piloten auf den optimalen Schaltzeitpunkt hinweist und ein programmierbares Bordnetzsteuergerät, das den Einsatzteams zahlreiche Funktionen – wie etwa die Einstellung der Blinkfrequenz der Lichter zur schnelleren Identifizierung des Teamfahrzeuges im Anflug auf die Boxengasse – zur Verfügung stellt. Eine neue Luftheberanlage und eine besser platzierte Ölschnellbefüllung kommt ebenfalls den Mechanikern in der Box zu Gute. Natürlich hat die Entwicklungsleistung auch in diesem Jahr ihren Preis: 380.000 Euro plus Steuern muss man für den neuen Porsche 911 GT3 RSR auf den Tisch legen. Auch bei der Auflage bleibt Porsche seiner Linie treu – viel mehr als 20 Exemplare des Perfektionsrennwagens wird es nicht geben.

Text: Jan Baedeker
Fotos: Porsche



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