Porsche 911 GT3 RS – Traditionssportler

Noch mehr Rennsport für die Straße bietet Porsche ab Oktober mit dem neuen GT3 RS. Im Vergleich zum Basismodell GT3 konnte das Gesamtgewicht – dank des Einsatzes von Kohlefaser-Komponenten – um weitere 20 Kilogramm reduziert werden. Kombiniert mit einem enger gestuften Sechsganggetriebe bewältigt der RS den Sprint von Null auf 100 km/h somit 0,1 Sekunden schneller als sein Bruder.

Die Bezeichnung „RS“ hat seit 1972 – als der Carrera RS 2.7 präsentiert wurde – in Zuffenhausen Tradition und steht für Kraft und Agilität auf Rennsportniveau. Um dieser Tradition erneut gerecht zu werden, optimierten die Ingenieure die Fahrdynamik des 911 GT3. Ziel war es, mit dem gleichen Motorpotenzial geringere Sprintzeiten zu erreichen und die Kurvendynamik des Hecktrieblers weiter auszubauen. Immerhin soll der GT3 RS künftig auch als Basis- und Homologationsmodell für verschiedene Rennserien dienen.

Das Motorkonzept basiert auf einem 3,6-Liter-Boxermotor, der bei 7.600/min 415 PS produziert. Die maximale Drehzahl wird bei 8.400/min erreicht. Dadurch ergibt sich, wie beim GT3, eine Literleistung von moderaten 115,3 PS. Dank eines eng gestuften Sechsganggetriebes mit Einmassenschwungrad und des um 20 Kilogramm geringeren Fahrzeuggewichts dreht der Motor des GT3 RS allerdings noch spontaner hoch, wodurch er den Sprint aus dem Stand auf 100 km/h bereits nach 4,2 Sekunden absolviert. Nach 13,3 Sekunden ist Tempo 200 erreicht. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 310 km/h.



Optisch lässt sich das RS-Modell durch seine um 44 Millimeter verbreiterte Karosserie, die von den Carrera 4-Modellen übernommen wurde, vom GT3 unterscheiden. Durch die Verwendung eines verstellbaren Karbon-Heckflügels, eines Kunststoff-Heckdeckels und eines leichten Kunststoff-Heckfensters konnte das Gesamtgewicht um 20 Kilogramm auf insgesamt 1.375 Kilogramm verringert werden. Unter dem verbreiterten Heck verbirgt sich eine breitere Spur, die das Kurvenverhalten des GT3 RS optimiert. Technische Lösungen, die auch in den Grand Tourismo-Meisterschaften zum Einsatz kommen, sind neben den Kohlefaser-Komponenten der Karosserie unter anderem die kompletten Radträger sowie geteilte Querlenker an der Hinterachse.

Rennsportatmosphäre verbreitet auch das Interieur des Porsche 911 GT3 RS: Leichtbau-Schalensitze aus Kohlefaser-Verbundmaterial gehören ebenso zum Serienumfang wie das Clubsportpaket, das sich aus einem geschraubten Überrollkäfig, der Vorrüstung des Batteriehauptschalters, einem Sechspunktgurt für den Fahrer sowie einen Feuerlöscher zusammensetzt. Die Innenausstattung ist in schwarz gehalten, wobei Dachhimmel, Lenkrad und Schalthebel mit Alcantara-Leder überzogen sind.



Die Farbauswahl des Straßensportlers ist mit den Optionen Arktissilbermetallic, Schwarz, Orange oder Grün überschaubar. Dazu werden alle Schriftzüge und die Räder in den Kontrastfarben orange oder schwarz auf die Exterieurfarben abgestimmt. Diese Individualität, kombiniert mit einem reinrassigen Rennsportcharakter, lässt sich Porsche mit einem Grundpreis von 129.659 Euro bezahlen.

Text: Jan Richter
Bilder: Porsche


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