Pininfarina Nido EV: Nachhaltigkeit zum Geburtstag

Pininfarina ist für seine wogenden Sportwagenformen berühmt – zum 80. Markengeburtstag präsentierte das Designstudio jedoch einen kompakten Elektroflitzer. Der modulare Prototyp des Nido EV wurde von Pininfarina in Eigenregie entwickelt und soll im Elektrobetrieb eine städtetaugliche Reichweite von 140 Kilometern garantieren.

Mit dem elektrischen Kleinwagen möchte Pininfarina vor allem Kompetenz im Segment der alternativen Mobilitätskonzepte signalisieren. Ganz neu ist der Nido allerdings nicht: Bereits 2004 hatte das Designstudio einen gleichnamigen Zweisitzer präsentiert – damals lag der Fokus jedoch auf der Sicherheit der Studie. Nun soll das vielfach ausgezeichnete Konzept, das mittlerweile sogar im MoMA in New York zu sehen ist, als modulare Basis für Hybrid- und Vollelektroantriebe genutzt werden. Die in Turin enthüllte Studie, die noch auf einem Rohrrahmen basiert, ist kaum größer als ein Smart. Zukünftige Versionen sollen dagegen Aluminiumrahmen verwenden und – dank modularer Bodenarchitektur – auch als 2+2-Sitzer, Pickup oder Van aufgebaut werden.

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Als Antriebseinheit dient dem Nido EV ein 30 kW und 125 Nm starker Elektromotor im Heck, der von einer Natrium-Nickelchlorid-Batterie mit Energie versorgt wird. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Akkus kommt die sogenannte Zebra Z5-Batterie ohne chemische Schadstoffe aus, zudem ist sie zu 100 Prozent recyclebar. Pininfarina nennt derzeit eine maximale Reichweite von 140 Kilometern, was in etwa dem Smart Electric Drive entspricht. Für die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h benötigt der rund 900 Kilo schwere Nido EV rund 6,7 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 120 km/h begrenzt. Zum nachhaltigen Gesamtkonzept gehören „grüne“, von Pirelli entwickelte Reifen und eine besonders energieeffiziente Klimaanlage. Pininfarina kündigte an, im Rahmen des „Nido Development Programme“ weitere Konzepte zu entwickeln – und längerfristig auch auf die Straße zu bringen.

Text: Jan Baedeker
Fotos: Pininfarina



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