Patrizzi & Co „Davide Blei Rolex Collection“: Auktionsrückblick


Rolex-Sammler Davide Blei und Auktionator Osvaldo Patrizzi

Die mit Spannung erwartete Auktion der bedeutenden Rolex-Sammlung von Davide Blei (Classic Driver berichtete) ist am 22. März 2009 mit einem Ergebnis von rund 2,7 Millionen Euro erfolgreich beendet worden. Das Top-Lot in Mailand war eine Stainless Steel Oyster Perpetual mit Mondphase, ihr Hammerpreis lag bei beachtlichen 197.000 Euro. Die seltenen Rolex-Uhren mit Mondphasen sollten sich als die „Bestseller“ dieser Auktion herausstellen – keine wurde unter 100.000 Euro verkauft.

Über 98 Prozent der angebotenen Uhren – darunter viele Sonderanfertigungen für arabische Fürstenhäuser und Firmen – fanden neue Eigentümer. Ein Ergebnis also, mit dem sowohl Davide Blei also auch das Genfer Auktionshaus Patrizzi & Co zufrieden sein können.

Wir stellen Ihnen die wichtigsten Uhren der Auktion noch einmal vor:

Rolex Oyster Perpetual, Officially Certified Chronometer, Ref 6062, Jahr: 1953

Von der Referenz 6062 wurden zwischen 1950 bis 1953 lediglich einige wenige Exemplare in Stahl gefertigt. Zum 70. Geburtstag des Rolex-Gründers Hans Wilsdorf wurde diese Modellreihe mit dem extravaganten Mondphasen-Kalender im Rahmen des „Rolex-Festivals“ 1950 erstmals präsentiert.

Hammerpreis: 197.000 Euro
Rolex Oyster Perpetual, ¬¬„Stelline“, Ref. 6062, Jahr: 1951

Sie gilt unter Rolex-Sammlern als eines der begehrenswertesten Modelle der Genfer Uhrenmanufaktur – die Rolex Oyster Perpetual mit dem seltenen „Stelline-Zifferblatt“. Diese Oyster aus der Blei-Kollektion verfügt noch über eine weitere Besonderheit: Sie ist mit einer „Super-Oyster“-Krone versehen. Diese nur noch selten vorkommende Krone, verlor aufgrund ihrer Bauweise auch in der Position zur Stellung der Uhrzeit nicht ihre Dichtigkeit.

Hammerpreis: 150.000 Euro
Rolex Oyster Perpetual „Dart“, Ref. 6062, Jahr: 1953

Es wundert kaum, dass auch auf dem dritten Platz unserer „Hitlist“ ebenfalls eine Rolex mit der Referenz 6062 auftaucht. Es scheint, als hätten diese begehrten Referenzen einen neuen Sammler gefunden. Das 1953 gefertigte Modell aus 18 Karat Gelbgold ging mit einer Preiserwartung von 120.000 bis 160.000 Euro in die Auktion. Preislich blieb dieses schönes Stück allerdings unter den Erwartungen.

Hammerpreis: 130.000 Euro
Rolex Oyster Chronographe „Jean–Claude Killy“, Ref. 6036, Jahr: 1947

Dieser Rolex Chronograph trägt unter Sammlern den Beinamen „Jean-Claude Killy“. Killy war Ende 1960er Jahre ein gefeierter Skisportler, der aber auch Furore als Porsche-Rennfahrer in Le Mans machte und auch schauspielerisch in Erscheinung trat – der „It-Boy“ seiner Zeit. Warum der außergewöhnliche, antimagnetische Chronograph seinen Beinamen erhielt, bleibt schleierhaft, denn es gibt keine Fotos, auf denen Killy die höchst seltene Rolex trägt.

Hammerpreis: 96.000 Euro
Rolex Cosmograph Daytona „Paul Newman“, Ref. 6264, Jahr: 1970

Der Cosmograph Daytona gehört zu den bekanntesten Modellen aus dem Hause Rolex. Unter Sammlern ist die einst von Paul Newman getragene Uhr sehr beliebt. Die in Mailand versteigerte Variante ist eine besonders seltene, denn sie wurde mit goldenen Indizes und Zeigern versehen, die üblicher Weise aus Stahl gefertigt wurden. Perfekt wird diese Uhr durch den roten „Daytona“-Schriftzug.

Hammerpreis: 48.000 Euro
Rolex Oyster Perpetual Datejust Turn-O-Graph„Thunderbird”, Ref. 6609, Jahr: 1956

Die Datejust „Turn-O-Graph” ist neben der Air King ein echter Geheimtipp. Diese goldene Uhr aus der Davide Blei-Kollektion stammt aus dem Jahr 1956 und trägt den Beinamen „Thunderbird“. Diese Bezeichnung stammt von der gleichnamigen Kunstfliegerstaffel der US-Armee, die für den Turn-O-Graf in den USA warben.

Hammerpreis: 10.000 Euro

Alle Ergebnisse und weitere Informationen zu den verkauften Uhren finden Sie unter www.patrizziauctions.com

Text: J. Philip Rathgen
Fotos: Patrizzi & Co



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