Panerai Radiomir 8 Days GMT: Großes Kaliber

Dass es die Panerai-Uhren so wie wir sie kennen überhaupt gibt, ist der italienischen Marine zu verdanken. Die beauftragte das in Mailand ansässige Familienunternehmen Officine Panerai damit, eine Taucheruhr zu entwickeln, die auch unter Wasser gut ablesbar war und über eine hohe Zuverlässigkeit verfügte. Um das Zifferblatt auch bei schlechten Lichtverhältnissen erkennen zu können, wurden die Skala und Zeigerspitzen mit der Leuchtmasse Radiomir versehen. Das große Zifferblatt trägt sein Übriges zur guten Lesbarkeit bei.

Ein Novum in der Geschichte der Uhrenmarke ist das erste ausschließlich für Panerai gefertigte Uhrwerk P.2002. Dieses wird in der Manufaktur Neuchâtel gefertigt und verrichtet seine Arbeit in der neuen Radiomir 8 Days GMT. Dieses Kaliber weist folgende technische Merkmale auf: Das Uhrwerk mit Handaufzug besteht aus 245 Teilen und verfügt über eine freie Federunruh mit einer Schwingfrequenz von 28.800 Schwingungen pro Stunde.

Die Uhr verfügt über eine Gangreserve, die dafür sorgt, dass das Werk 8 Tage lang nicht aufgezogen werden muss. Im Uhrwerk selbst arbeitet ein Antriebssystem mit drei Federgehäusen und einer linearen Gangreserveanzeige. Ganz im Trend der „Zeitzonenuhren“ verfügt auch die Radiomir 8 Days über eine Anzeige, die eine zweite Zeitzone abbildet. Sie wird mit separaten Zeigern sowohl auf dem 12-Stunden-Zifferblatt, als auch auf einem kleineren 24-Stunden-Zifferblatt angezeigt.

Die ungewöhnliche Größe des Panerai-Gehäuse ist auf die Größe des Uhrwerks abgestimmt, dessen Durchmesser 13 ¾ Linien entspricht. Die „Pariser Linie“ ist eine noch heute in der Uhrmacherei verwendete Maßeinheit zur Angabe der Uhrwerksgröße. Eine Linie entspricht 2,255 mm, das heißt das Kaliber P.2002 hat einen Durchmesser von 31 mm.

Die Panerai Radiomir 8 Days GMT wird in zwei limitierten Varianten angeboten: mit einem Platin- oder einem Weißgoldgehäuse. Die Platin-Variante kostet 34.000 Euro und ist auf 50 Stück begrenzt. Die Radiomir 8 Days GMT aus Weißgold kostet 18.200 Euro und ist auf 200 Stück limitiert.

Weitere Informationen finden Sie unter www.panerai.com.

Text: J. Philip Rathgen
Foto: Panerai


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