New Stratos: Keine Produktion ohne OK von Ferrari?

Über 40 Vormerkungen kann Michael Stoschek für sein Stratos-Revival auf Ferrari-Basis vorweisen. Doch Pininfarina will den Sportwagen laut Stoschek nicht ohne Zustimmung aus Maranello bauen – und diese stehe bisher aus.

Mit dem New Stratos hat der deutsche Unternehmer und Rennfahrer Michael Stoschek den Sportwagen-Coup des vergangenen Jahres gelandet – unter anderem wählten die Classic Driver Leser das ambitionierte Rallye-Projekt zum Car of the Year 2010. Mehr als 40 potenzielle Käufer aus aller Welt sollen bereits ihr Interesse bekundet haben. Ähnlich wie die Prototypen könnte auch eine Kleinserie auf Basis von Ferrari F360 oder F430 gefertigt werden. Doch das Designstudio Pininfarina, bei dem das One-Off entwickelt wurde, würde den Bau laut Stoschek nur mit ausdrücklicher Genehmigung von Ferrari übernehmen – schließlich arbeiten beide Unternehmen schon seit langer Zeit eng zusammen.

New Stratos: Keine Produktion ohne OK von Ferrari? New Stratos: Keine Produktion ohne OK von Ferrari?

Obwohl selbst Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo den New Stratos in Fiorano getestet und positiv beurteilt hat, will man einer Kleinserie nicht zustimmen. Das zumindest verlautet Stoschek in einer Pressemeldung vom 12. Juli. Sollte Ferrari das Projekt auch weiterhin nicht genehmigen, so schiene für Stoschek „der Bau weiterer Fahrzeuge nur durch Unternehmen möglich, die nicht in wirtschaftlicher Abhängigkeit von Ferrari stehen.“ Entsprechende Gespräche seinen mittlerweile aufgenommen.

Pininfarina hat sich mittlerweile von Stoscheks Aussage distanziert. Auch Ferrari kommentierte, eine mögliche Produktion des New Stratos nicht zu blockieren, schließlich stehe das Projekt in keinem Sinnzusammenhang mit der Marke und die Produktion der von Stoschek verwendeten Basismodelle F360 und F430 sei bereits ausgelaufen.

Ausführliche Informationen zum New Stratos finden Sie in unserem Fahrbericht.

Text: Jan Baedeker
Fotos: New Stratos