Mythos Mille Miglia – Die Legende fährt weiter!

Mit der Mille Miglia Storico wird die Tradition eines der größten automobilen Abenteuer fortgesetzt. Seit 1977 zieht das Revival des legendären Oldtimerrennens jedes Jahr auf´s Neue Fans und Automobilliebhaber in seinen Bann. In diesem Jahr fand die Mille Miglia erneut vom 6. bis zum 9. Mai statt.

1927 begann mit der Mille Miglia ein Abenteuer, das mittlerweile seine Begründer überlebt hat. Die Zwanziger, Jahrzehnt der Geschwindigkeitsrekorde, gaben den idealen Nährboden für die Idee eines neuen, langen und harten Rennens. Dies sollte, auf Wunsch der Gründer G. Canestrini, A. Maggi, R. Castagneto und F. Mazotti, später bekannt als die vier Musketiere, in ihrer Heimatstadt Brescia stattfinden. Denn einst Zentrum des Automobilsports, war bis 1926 die oberitalienische Industriestadt durch die Einrichtung des Autodroms von Monza in Vergessenheit geraten. Die „Coppa Mille Miglia“ war geboren.

„Die Quintessenz des Abenteuers“
(Jacques Ickx, Vater des berühmten Rennfahrers Jacky Ickx)

Beim 1927 erstmalig stattfindendem Rennen überquerte unter Ferdinando Minoja und Guiseppe Morandi ein in Brescia gebauter O.M. (Officine Meccaniche) als erster die Ziellinie. Dieser benötigte mehr als 21 Stunden, um die anspruchsvolle Strecke zu vollenden.

Wie nicht anders zu erwarten, beherrschten von Anfang an italienische Automobile und Fahrer das Rennen: vor dem Zweiten Weltkrieg Alfa Romeo, danach Ferrari. Den ersten ausländischen Triumph konnte Rudolf Caracciola in einem Mercedes SSKL für sich beanspruchen. 1955 stellte Stirling Moss, noch immer eine viel gesehene Figur auf der Viale Venezia, den noch bis heute gültigen Rekord in einem Mercedes 300 SLR auf: Für 998 Meilen (1606 km) benötigte er nur 10 Stunden, 7 Minuten und 48 Sekunden. Die Durchschnittsgeschwindigkeit von 157, 65 km/h erscheint selbst im Zeitalter von Spitzengeschwindigkeiten jenseits der 300 km/h Marke schier unvorstellbar.

Doch das überaus harte Rennen forderte seinen Tribut: Im Verlauf der 50er Jahre häuften sich immer mehr Unfälle. Die Zahl der tödlich verunglückten Zuschauer stieg dabei erschreckend an. 1957 rast Alfonso de Portago mit einem Ferrari in die Zuschauermenge. Traurige Bilanz: 12 Tote (inklusive Fahrer und Beifahrer). Dieser Zwischenfall sollte vorerst das Ende der wohl herausfordernsten Rallye der damaligen Rennsport-Szene bedeuten.

Die Legende fährt weiter

Bei der Wiederauflage von 1977 handelt es sich nicht mehr um ein Autorennen im eigentlichen Sinne, wo nur das Eine zählt: Geschwindigkeit. Heute ist die Mille Miglia Storico, wie sie nach ihrer Wiederbelebung genannt wurde, ein reines Gleichmäßigkeitsrennen. Von seiner ursprünglichen Faszination hat die legendäre Klassikerrallye jedoch nichts eingebüßt.

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Immer noch strömen Tausende von Fans und Oldtimerliebhaber jedes Jahr nach Brescia auf die Viale Venecia, Start- und Zielpunkt des Rennens, um den Ikonen des historischen Rennsports zu huldigen und sich vom Geist des wohl wagemutigsten Rennsport-Ereignisses vergangener Zeiten, mitreißen zu lassen. An drei Tagen und Nächten messen sich rund 375 Preziosen in den Kategorien Exklusivität, Design und Leistung. Auf den 1600 km, von Brescia nach Ferrara, über Rom und wieder zurück, führt die Strecke durch Italiens schönste Landstriche. Das Teilnehmerfeld jagt über nicht abgesperrte Landstraßen, schmale, kurvige Bergstraßen in Schwindel erregenden Höhen ebenso wie durch enge Gässchen italienischer Altstädte, bevölkert von jubelnden Fans. Damals wie heute spornt dieses einmalige Ereignis Fahrer und Fahrzeuge zu Höchstleistungen an.

Dabei sein ist Alles

Die technische Abnahme der rustikalen Boliden auf der Piazza della Vittoria stellt jedes Jahr den Höhepunkt der Veranstaltung dar. Hauptattraktion dabei sind die, von ihren stolzen Besitzern auf Hochglanz gebrachten, automobilen Klassiker, allesamt Renn- und Sportwagen aus den Jahren 1927 bis 1957. Die Ehre der Startnummer 1 gebührt traditionellerweise einem O.M: Superba, da dieser als erster Wagen die Coppa Mille Miglia gewann.

Auch dieses Jahr begann am 6. Mai um 9:30 Uhr das Spektakel von Neuem. Der Startschuss – 2004 gingen 375 Teilnehmer an den Start – fiel um 20:15 Uhr auf der Startrampe auf der Viale Venezia. Erstes Etappenziel war Ferrara, welches die zuerst gestarteten Teams gegen Mitternacht erreichten. Den Sieg konnte sich Giuliano Canè bei der diesjährigen 22. Mille Miglia Storico erneut sichern. Damit stellt er den einzigartigen Rekord von mittlerweile acht Gesamtsiegen auf.

Jedes Jahr übersteigt die Anzahl der Bewerber um ein Vielfaches das Quantum an tatsächlich zugelassenen Teilnehmern. Die Aufnahmebedingungen für das beliebte Rennen sind dementsprechend hart. Grundvoraussetzung: ein Fahrzeug aus den Jahren 1927-1957 von dem mindestens ein Modell an dem ursprünglichen Rennen teilgenommen hat. Neben einer Startgebühr von 3.800 € müssen die potentiellen Teilnehmer einen FIVA-Pass für Gleichmäßigkeitsrennen besitzen, der Echtheit, Originalität und die Historie des Automobils dokumentiert. Eine gültige Rennlizenz wird selbstverständlich vorausgesetzt.

Fazit: „The greatest car race in the world“ (Stirling Moss)

Hommage an die Mille Miglia

Unser Ansporn: Den Esprit dieses großartigen Rennens auch in den langen Monaten bis zur nächsten Mille zu erhalten! Auch für das kommende Jahr wird deshalb ein Kalender mit ausgewählten Impressionen erscheinen, der Monat für Monat an diesen Event erinnern soll. Informationen zum diesjährigen Kalender und zur bevorstehenden Version 2005 finden Sie unter: www.realitylounge.de

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Text: Karin Adolph
Fotos: Karin Adolph, Philipp Bauer, Alexander Kuhlmann