Museo Ferruccio Lamborghini



In Dosso, dem Lande Ferruccio Lamborghinis, befindet sich das Museum seines Sohnes Tonino Lamborghini. Die Ausstellung widmet sich ganz der Schaffenskraft des Vaters, dessen jahrelangen Entwicklungen neben den bekannten Traktoren und Seriensportwagen auch verschiedene Studien hervorbrachten, die im Museum ausgestellt werden. Bei einem Besuch haben wir die Schöpfungen des Fahrzeugkonstrukteurs aus nächster Nähe betrachtet.

Museo Ferruccio LamborghiniMuseo Ferruccio Lamborghini

Die Ausstellung beginnt mit dem Ursprung der Marke Lamborghini, als Ferruccio noch mit den Motoren damaliger Armee-Fahrzeuge, die nach dem 2. Weltkrieg in Italien verblieben, Traktoren baute. Entwickelt wurden vor allem solche Landmaschinen, die auch für den kleineren Bauern erschwinglich waren. Diese Produktion baute er kontinuierlich aus – Traktoren und Kettenfahrzeuge jeglicher Größe wurden sein Markenzeichen.

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Auch die Anfänge, Automobile zu bauen, werden im Museum dokumentiert. Zunächst baute und modifizierte er lediglich für den Eigenbedarf Automobile, um beispielsweise an der Mille Miglia teilzunehmen. Es folgten Entwicklungen unter eigenem Label – nach dem legendären Disput mit Enzo Ferrari. In enorm kurzer Zeit stampfte er die Automobili Lamborghini aus dem Boden. Nur sechs Monate nach dem Streit stand bereits die Fabrik in Sant’Agata und weitere drei Monate später zeigte Ferruccio seinen ersten Prototypen. Dies gilt heute als das bekannteste Werk Ferrucio Lamborghinis. Seine Interessengebiete reichten allerdings noch viel weiter: Er versuchte sich auch in der Luftfahrtindustrie und entwickelte Helikopter-Prototypen, leider bekam er vom italienischen Staat keine Lizenz, in diesen Industriezweig einzusteigen.

Museo Ferruccio LamborghiniMuseo Ferruccio Lamborghini

Auch auf dem Gebiet der Haustechnik – im Bereich von Heizungen und Klimaanlagen – war Ferruccio Lamborghini tätig. Die Ausstellung dokumentiert Prototypen, Zeichnungen und Bilder des modernen „Da Vinci”. In den 1970ern verkaufte er seine meisten Firmen und widmete sich dem Weinanbau in Umbrien.



Sein Sohn Tonino versucht bis heute, an das Lebenswerk seines Vaters anzuknüpfen und ist in vielen Bereichen des täglichen Lebens aktiv: Golfcarts, Papamobile oder Elektrofahrzeuge der Marke „Town Life“ sind seine automobilen Markenzeichen. Auch in der Mode- und Lifestylebranche ist er präsent. All das findet man ebenfalls im Museo Ferruccio Lamborghini.

Die Ausstellung ist auf Anfrage geöffnet.

















Text: Barbara Leonhardt
Fotos: Nanette Schärf



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