Fünf Dinge, die Sie noch nicht über BMW Motorräder wussten

Motorräder von BMW galten immer als Art „Saubermänner“ der Motorradszene. Äußerst zuverlässig, aber eben auch sehr konservativ, fast bieder. Diesen Ruf haben die Münchner völlig zu Unrecht weg – findet Simon de Burton und liefert Fakten, die Sie bestimmt noch nicht kannten.

 



Fünf Dinge, die Sie noch nicht über BMW Motorräder wussten

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Auch wenn die Motorenpalette heutiger BMW-Maschinen vom wassergekühlten Sechszylinder der kraftvollen K1600GT bis zum Einzylinder-Kraftwerk der G650GS Offroad-Bikes reicht, ist es der flache Zweizylindermotor, der die Motorräder der Bayern berühmt machte. Das horizontal versetzte Motorlayout wurde bereits 1922 vom Aeronautik-Ingenieur Max Fritz entworfen. Was nur wenige wissen: Diese Erfindung ist einzig und allein einem Heizofen zu verdanken. Denn Fritz stimmte der Arbeit an der Entwicklung des Motors nur zu, wenn sein Büro mit einem wärmenden Ofen ausgestattet würde.





Fünf Dinge, die Sie noch nicht über BMW Motorräder wussten

Nicht von schlechten Eltern

Wer sich an den Steve-McQueen-Klassiker „Gesprengte Ketten“ erinnert, der weiß natürlich genau, was jetzt kommt. Richtig, es geht um die BMW R75, die von den Bayerischen Motorenwerken in den frühen Kriegsjahren an die Wehrmacht geliefert wurde. Doch nicht der Einsatz für die Truppe soll hier glorifiziert werden, sondern vielmehr, welch technisches Meisterwerk diese Maschine darstellt. Aus 750 Kubikzentimetern schöpfte die R75 satte 26 PS. Der Motor konnte mit einer Kompression von nur 5,6:1 betrieben werden, was bedeutet, dass ein Betrieb auch noch mit Treibstoff schlechtester Qualität möglich war. Die Schaltung verfügte über acht Vorwärts- und zwei Rückwärtsgänge und das Rad des Beiwagens wurde ebenfalls angetrieben. Für kalte Witterungsbedingungen verfügte die R75 über Hand- und Fußwärmer. Und das alles bei einem Leergewicht von nur 420 Kilogramm.





Fünf Dinge, die Sie noch nicht über BMW Motorräder wussten

Windschnittig

Im Herbst 1937 setzte sich Ernst Henne auf seine 500-Kubik-BMW „Kneeler“ und stellte einen neuen Geschwindigkeitsrekord auf. Kniend verschmolzen mit der tropfenförmigen Verkleidung des Rekord-Bikes, erreichte er eine Spitzengeschwindigkeit von 279,5 km/h. Die Stromlinienform stammte noch aus den ersten Tagen der Geschwindigkeitsrekorde und machte das Motorrad extrem unstabil und war selbst für den erfahrenen Rennfahrer Henne eine Herausforderung. Rekorde wie diese legten den Grundstein für die Führungsrolle von BMW in Sachen Motorrad-Aerodynamik. Es waren übrigens BMW, die Vollverkleidungen als integralen Bestandteil in ihr Motorraddesign aufnahmen.





Fünf Dinge, die Sie noch nicht über BMW Motorräder wussten

Einmal um die ganze Welt…

Zwischen 1997 bis 2002 stellte die Slowenin Benka Pulko den Weltrekord für den längsten Solo-Ritt auf einem Motorrad auf. Auf ihrer BMW F650 legte Sie bei ihrer Weltumrundung die unglaubliche Distanz von 180.015 Kilometer zurück. Dabei durchquerte die mutige Motorradpilotin 75 Länder. Pulko war auch die erste Frau, die allein durch Saudi Arabien und die Antarktis fuhr.





Fünf Dinge, die Sie noch nicht über BMW Motorräder wussten

Prominenz sales!

Die BMW-GS-Modelle sind seit einigen Jahren die Bestseller im Adventure-Bike-Sektor. Speziell seit dem Jahr 2004 erlebten die BMW-Maschinen einen richtigen Höhenflug. Denn Schauspieler Ewan McGregor und sein Freund Charley Boormann wählten für ihren „Long Way Round“ von England quer durch Russland und die USA nach New York zwei R1200GS „Adventures“. Eigentlich sollte die Tour auf KTM-Maschinen vollzogen werden, doch der Hersteller zeigte wenig Interesse an der Aktion. Der Vorgänger aller R1200GS ist übrigens die R80, die 1980 vorgestellt wurde, nachdem ein Prototyp im Jahr zuvor die deutsche Offroad-Meisterschaft gewonnen hat.





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Fotos: Getty Images / BMW / Long Way Round Tour