Mini von Radford: Kleines Wunder

Individuell, luxuriös und von den Stars begehrt: der Radford Mini. In den „Swinging Sixties“ waren die Umbauten des britischen Karosseriebauers Radford das ultimative „Must“. Und nun meldet sich die Autoschmiede mit einem neuen Mini-Umbau zurück.

Jeder der vier Beatles besaß einen Radford Mini und Schauspieler Peter Sellers kaufte einen als Geschenk für Britt Ekland. Unvergessen ist der Auftritt von Peter Sellers, als er bei einem Londoner Radford-Händler aus einer überdimensionierten Geburtstagstorte fuhr und der völlig überraschten Britt Ekland den kleinen Flitzer schenkte. Es war klar, dass Radford nach erscheinen des neuen Mini an die Erfolge der Sechziger und Siebziger Jahre anknüpfen will.

Jeder Mini, der die Radford-Werkstatt verlässt, wurde in Handarbeit den individuellen Kundenwünschen angepasst. Marc Eden, Geschäftsführer von Harold Radford Coachbuilders, überlässt bei der Personalisierung nichts dem Zufall. Anhand eines Stilprofils werden Vorlieben und Charakterzüge der Kunden ermittelt. Diese Informationen fließen direkt in die Fahrzeugmodifikationen ein, so dass der Radford Mini zu seinem neuen Besitzer passt wie ein Maßanzug aus der Savile Row.

Das beste Beispiel für die Arbeit der Karosserieschmiede ist eine der jüngsten Kundenbestellungen. Ein sehr exzentrischer Kunde suchte einen Mini mit hoher Leistung, kombiniert mit höchstem Luxus. So schuf man bei Radford einen Mini auf Basis des Cooper S mit mehr als 263 PS. Um diese Kraft auf die Straße zu bringen, wurde ein Sportfahrwerk mit Niveauregulierung verbaut. Ebenfalls wurde der Mini mit verbesserten Bremsen und 18–Aluminiumfelgen ausgestattet. Ein Alcantara-Innenraum und weiche Teppiche runden den Radford Mini ab.

Der Preis lässt sich nur sehr schwer bestimmen, da jeder Umbau auf die speziellen Wünsche der Kunden abgestimmt wird. Man muss aber rund 45.000 Euro investieren.

Text: J. Philip Rathgen
Fotos: Radford


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