Mini Cooper D Cabrio: Diesel in the Rain

Ab September 2010 erleben die überarbeiteten Mini-Modelle ihre weltweite Markteinführung. Neben Modifikationen an Front und Heck feiert auch eine neuer Diesel Premiere. Classic Driver nutzte ein Mini-Familientreffen in München, um das neue Mini Cooper D Cabriolet zu fahren – dem Wetter zum Trotz.

„Always open!“ – so lautet der Claim für das neue Mini Cabriolet. Deshalb sollte einen an diesem Münchener Sommertag auch der strömende Regen nicht davon abhalten, dieser Aufforderung zu folgen. Zudem hilft der bereits in der letzten Version des offenen Mini vorgestellte Always Open Timer nachzuweisen, wie lange man tatsächlich mutig im Regen oben ohne unterwegs war – Balsam für das Selbstbewusstsein.

Mini Cooper D Cabrio: Diesel in the Rain Mini Cooper D Cabrio: Diesel in the Rain

Der nasse und offene Ausflug lohnt sich! Die 112 PS des neuen Vierzylinder-Dieselmotors im Cooper D machen wirklich Spaß. Das Aggregat stammt nunmehr von BMW und ist eine wahre Offenbarung im Vergleich zu seinem Vorgänger aus französischer Produktion. Vorbei das recht laute, dieseltypische Brummen und Rasseln. Der neue Motor läuft bei gemäßigter Stadtfahrt angenehm ruhig, offenbart aber das minitypische Go-Kart-Fahrgefühl sobald das Gaspedal den Befehl zum freien Lauf erteilt. Dank Turbotechnologie spurtet der offene Brite lauf Werksangabe von 0 auf 100 km/h in 10,3 Sekunden. Der Beschleunigungsritt endet bei 190 km/h – bei geöffnetem Dach eine wildwasserfahrt.

Doch auch äußerlich wurde der Mini überabreitet und die Palette der Ausstattungsmöglichkeiten erweitert. Neugestaltete Stoßfänger an der Front und stärker herausgestellte Nebelleuchten sorgen gemeinsam mit den neuen Lufteinlässen für einen sportlichen Auftritt im Rückspiegel der anderen Autofahrer. Am Heck leuchten neue Rücklichter mit LED-Technologie und auch die vergrößerte Nebelschlussleuchte soll für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. Allen Modellen gemein sind die neugestalteten Blinkerleuchten aus Klarglas an den seitlichen Lufteinlässen. Erstmals in der Geschichte der Marke ist auch ein adaptives Kurvenlicht als Option erhältlich.

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Im Cockpit des Mini Cabrio erwartet den Fahrer immer noch das freundlich, verspielte Design, das man von der Marke gewohnt ist. Erst bei genauerem Hinsehen fallen neue Merkmale auf. Alle Bedienelemente des Audiosystems, der Navigation und der Klimaanlage sind jetzt in schwarz gehalten und wirken sehr viel wertiger als noch beim Vorgänger. Ebenfalls verabschiedet haben sie die Interieurdesigner von den an Rädchen anmutenden Reglern der Klimaanlage, sie sind nun durch richtige Kippschalter ersetzt worden. Ein absolutes Highlight ist das neue Multimedia-System Mini Connected und die dazugehörige Applikation für das iPhone. Sie ermöglicht den Zugriff auf Webradiosender aus aller Welt und lässt so keine musikalischen Wünsche offen. Eine weitere sinnvolle Anwendung ist die Verknüpfung mit der Ortssuche der Internetsuchmaschine Google. Einfach den Suchbegriff eingeben und das passende Ergebnis auswählen. Auf Wunsch wird die hinterlegte Adresse des gewünschten Zieles direkt an das Navigationssystem übergeben und die Zielführung kann beginnen.

Im Großen und Ganzen wirkt das Mini Cooper D Cabriolet – genau wie seine überarbeiteten Modellbrüder – durch die Designmodifikationen und technischen Innovationen erwachsener, aber dennoch Frech wie man es von der britischen Traditionsmarke erwartet. Nach wie vor fördert der gebotene Fahrspaß und das jugendlich-hippe Image des Minis selbst bei adulten Personen kindliche Verhaltensweisen wie Neugier und ein gesundes Maß an Übermut zu Tage.

Text: J. Philip Rathgen
Fotos: Max Kirchbauer / Mini


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