MG Rover Werksauktion 2006: Ausverkauf einer Legende

Mit einer Auktion am 25. März 2006 wird das vorerst letzte Kapitel der traurigen Geschichte des britischen Traditionsherstellers MG geschrieben. Zum Aufruf kommen einige der noch im Besitz des Unternehmens befindlichen Automobile. Darunter zwei Qvale Manguasta und zwei seltene MG Xpower SV-R mit rund 400 PS Leistung.

Die beiden angebotenen Qvale Mangusta dienten als Vorlage für einige Design-Features, die in die Produktion des XPower SV-R einflossen. Plagiatvorwürfe brauchte man nicht zu fürchten, denn MG Rover sicherte sich die Markenrechte der Firma Qvale. Fast noch exotischer als die beiden Mangusta sind jedoch die angebotenen XPower SV-R. Dies dürfte die letzte Gelegenheit sein ein Fabrikneues Modell dieses Kraftpaketes zu ersteigern. Über den Schätzpreis für die Wagen hüllt sich das Auktionshaus Wyles Hardy in schweigen. Doch der Neupreis für den von Peter Stevens entwickelten Sportwagen lag bei 82.950 Pfund, rund 120.000 Euro – wahrscheinlich wird der Auktionspreis nur unwesentlich unter dem Neupreis liegen. Neben den beiden kompletten SV-R werden auch sieben noch im Aufbau befindliche Wagen dieser Baureihe angeboten.

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In der Sparte der Wettbewerbsfahrzeuge werden Juwelen wie der MG ZR Judd 2,0 Liter angeboten, der in der BritCar-Serie für Langstreckenrennen eingesetzt wurde. Ebenfalls unter den Hammer kommt eine Replik des DTM-MGs, mit dem man in Deutschland erfolgreich an den Tourenwagenmeisterschaften teilnehmen wollte, dieser Plan aber Dank akuter Erfolglosigkeit schnell verworfen wurde. Das jüngste Mitglied der Rennmaschinen ist ein MG ZT V8 Belcup. Dieser von MG Sports & Racing Ltd gebaute Rennwagen schöpft seine Leistung von 480 PS, aus einem Ford V8 mit 32 Ventilen. Das Auktionshaus geht von einer Verkaufssumme von 43.000 bis 58.000 Euro aus – ein Bruchteil der Entwicklungs- und Produktionskosten.

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Zu den interessantesten Lots zählen ohne Zweifel die angebotenen Rekordwagen. Darunter der MG ZT T765 Bonneville „Land Speed“. Dieser Wagen hält immer noch den Geschwindigkeitsrekord „Schnellster Kombi der Welt“ – mit einer gemessenen Höchstgeschwindigkeit von mehr als 363 km/h.

Aufgrund des großen Interesses an dieser Auktion, ist die Anzahl der Bieter limitiert. Käufer sollten sich vor ihrer Anreise unbedingt akkreditieren. Weitere Informationen finden Sie unter www.wyleshardy.com.

Text: Steve Wakefield
Fotos: Wyles Hardy


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