Mercedes-Benz SL 55 und SL 65 AMG: Neues aus der Oberliga

Nach der Enthüllung des aktualisierten Mercedes-Benz SL rücken nun die potenten AMG-Versionen SL 55 und SL 65 nach. Während beide Modelle mit dezenten Designkorrekturen, einer noch leistungsfähigeren Bremsanlage sowie einen im Kombi-Instrument installierten „Racetimer“ in die zweite Runden starten, erhielt der SL 55 AMG zusätzlich eine Leistungssteigerung von 500 auf 517 PS. Ihre Publikumspremiere feiern die AMG-Boliden auf dem Genfer Autosalon.

Ein neuer Kompressor mit höherer Drehzahl und eine größere Drosselklappe für optimierte Frischluftzufuhr ermöglichen den Leistungszuwachs des 5,5 Liter großen AMG-Achtzylinders. Gleichzeitig steigt das maximale Drehmoment von 700 auf 720 Newtonmeter. Beim Sprint von Null auf 100 km/h verliert das Vorgängermodell somit ganze 0,2 Sekunden auf den aktuellen SL 55 AMG, der bereits nach 4,5 Sekunden die magische Grenze erreicht.

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Beim 6,0-Liter-V12-Biturbomotor des SL 65 AMG setzt man dagegen auf bewährte Technik – 612 PS und 1000 Newtonmeter sollen auch für die zweite Generation der Baureihe ausreichen. Laut Mercedes-Benz hält der SL 65 auch jetzt noch den Rekord des stärksten Serien-Roadsters der Welt. Mit dem Sprint von 0 auf 100 km in 4,2 Sekunden bleibt auch der gewollte Abstand zum kleineren Bruder SL 55 gewahrt.

Verzögert werden beide Boliden von neu entwickelten Bremsanlagen: An der Vorderachse kommen groß dimensionierte Bremsscheiben aus Verbundstoff mit Sechskolben-Aluminiumfestsätteln zum Einsatz. Der SL 65 AMG verfügt sogar rundum über 30 Millimeter große Verbundscheibenbremsen.

Optisch unterscheiden sich die neuen Modelle durch modifizierte Frontschürzen mit in Chrom eingefassten Nebelscheinwerfern, einen neuen Kühlergrill mit schwarzen Lamellen und Chromauflagen sowie veränderte Heckleuchten. Der SL 55 AMG erhielt zudem ein neues Felgendesign im 18-Zoll-Format.

Das von AMG sportlich aufgepeppte SL-Interieur erhält in der zweiten Generation nur einige Änderungen im Detail. Für Hobby-Schumis verfügen die AMG-Modelle beispielsweise über einen so genannten „Racetimer“, mit dem nicht nur Rundenzeiten ermittelt werden können, sondern auch die Zeit der schnellsten gefahrenen Runde gespeichert bzw. die Durchschnitts- und Höchstgeschwindigkeit sowie die Rundenlänge ermittelt werden kann.

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Welcher der Beiden auf der Rennstrecke vorn liegt, sollte die pure Kraft entscheiden. Zum Marktdebüt im März entscheidet – bei einem Preis von 133.980 Euro für den SL 55 und ganzen 206.132 Euro für den SL 65 AMG – wohl eher der Geldbeutel, wer die Nase vorn hat.

Text: Jan Richter
Fotos: DaimlerChrysler


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