Louis Vuitton Tambour Regatta America’s Cup: Trommelwirbel

Louis Vuitton Tambour Regatta America’s Cup: Trommelwirbel

Der America’s Cup ist mit seinen 160 Jahren die älteste Segelregatta der Welt – doch Dinge ändern sich. Der neue Tambour Regatta America’s Cup Chronograph von Louis Vuitton ist auf das neue Regatta-Reglement geeicht.

Nach schier endlosen Querelen findet der nächste America’s Cup unter geänderten Vorzeichen statt – die mehr Spannung versprechen. In diesem und nächsten Jahr gehen quasi zur Vorbereitung der Teams die so genannten „World Series“ über die Bühne. Gesegelt wird mit Einheitskatamaranen vom Typ AC45, zu deren Ausstattungsmerkmalen tragflächenartige Festsegel gehören. Die Boliden gewährleisten hohe Geschwindigkeiten – bis zu 30 Knoten. Dennoch sind sie wendig genug, um enge Kurse dicht vor der Küste zu meistern. In der Folgesaison 2012-2013 kommen dann die größeren und noch schnelleren AC72 zum Einsatz.

Wie auch im Rennsport, geht es im Segelsport um das Erreichen schneller Zeiten. Vor allem in der entscheidenden Phase vor dem Start. Wer die Linie aus der besseren Position überquert, hat erfahrungsgemäß höhere Chance auf den Sieg. Die offizielle Zeitnahme obliegt Louis Vuitton. Der französische Luxusgigant richtet die Regatten zur Kür des Herausforderers seit 1983 aus. Im Juli 2012 finden die nächsten America's Cup Challenger Series statt. Auf sie folgt das alles entscheidende Finale vor der Küste San Franciscos.

Louis Vuitton Tambour Regatta America’s Cup: Trommelwirbel Louis Vuitton Tambour Regatta America’s Cup: Trommelwirbel


Mit dem Thema Armbanduhr beschäftigt sich Louis Vuitton seit 2002. Unangefochtener Leader ist die markante Tambour-Linie, deren Gehäusedesign an eine Trommel erinnert. Bezogen auf das Engagement im Segelsport sind Regatta-Timer mit augenfälliger Countdown-Funktion beinahe Pflicht. Bei der Tambour LV Cup Regatta von 2005 dominierten auf dem Zifferblatt die letzten zehn Minuten vor dem Start. In fünf Fenstern wechselten die Farben sukzessive von weiß über blau zu rot. Das geänderte Reglement hat die Vorstartphase auf die Hälfte verkürzt. Deshalb musste Louis Vuitton zusammen mit dem anerkannten Spezialisten Dubois-Dépraz aus dem schweizerischen Vallée de Joux eine spezifische Mechanik entwickeln, welche den aktuellen Vorgaben Rechnung trägt. Die Entwicklung besonderer Zusatzfunktionen im Kontext der tradierten Louis-Vuitton-Werte betrachtet Uhrenchef Hamdi Chatti denn auch als eine seiner wichtigsten Herausforderungen. Mit Blick auf die brandneue, soeben während der Rennen in San Diego vorgestellte Tambor Regatta Automatic America’s Cup ist ihm das auch zweifellos gelungen.

Der 44 Millimeter große, bis zehn Atmosphären wasserdichte Zeitschreiber lässt sich am Handgelenk beim besten Willen nicht übersehen. Das schwarze Schalen-Outfit resultiert aus einer Beschichtung seiner Edelstahl-Basis mit Kautschuk. Aus dem gleichen Material besteht auch das Armband. Die innen verbaute Mechanik nennt sich LV 171. Dahinter verbirgt sich das bewährte Rotorkaliber Eta 2892, auf dessen Vorderseite die Uhrmacher das Dubois-Dépraz-Modul mit Regatta-Countdown und blitzschnell reagierender Flyback-Funktion montieren. Nach Betätigung des roten Drückers bei der „2“ indizieren Fenster oberhalb des Zifferblattzentrums die ersten vier der verbleibenden fünf Minuten. Für den letzten, immens wichtigen Zeitabschnitt ist darunter eine separate Indikation zuständig. Im Verbund damit signalisiert der Chronographenzeiger die restlichen Sekunden. Natürlich kann Mann diese Uhr, von der es nur 720, ausschließlich in markeneigenen Boutiquen verfügbare Exemplare geben wird, auch als stinknormalen Chronographen nutzen: In diesem Fall reicht der Totalisator bei der „9“ bis zu dreißig Minuten.

Der Tatsache, dass Profis in heißer Regattaaktion auf große LCD-Displays und nicht auf Armbanduhren blicken, ist sich Hamdi Chatti selbstverständlich voll bewusst. Aber bei Instrumenten wie diesen geht es ja auch um etwas ganz anderes: Die Zeit nach dem Rennen. Selbige ist bekanntlich auch die Zeit vor der nächsten Regatta und hier zählen wahrlich andere Werte. Weitere Informationen www.louisvuitton.com.

Text: Gisbert L. Brunner
Fotos: Louis Vuitton